Kei­ne Hil­fe bei ge­stoh­le­nen Da­ten

Finanz und Wirtschaft - - IN KÜRZE -

Im März 2009 hat­te der Bun­des­rat be­schlos­sen, in Be­zug auf die Amts­hil­fe in Steu­er­sa­chen den OECD-Stan­dard zu über­neh­men. Der be­sagt, dass in Ver­dachts­fäl­len auch bei Steu­er­hin­ter­zie­hung Amts­hil­fe ge­leis­tet wird. Bis­her hat die Schweiz mit 31 Län­dern Ab­kom­men ge­schlos­sen. Die Mo­da­li­tä­ten des Voll­zugs wur­den bis­her durch ei­ne am 1. Ok­to­ber 2010 in Kraft ge­setz­te Ver­ord­nung ge­re­gelt. Sie soll nun durch ein Amts­hil­fe­ge­setz er­setzt wer­den, das der Bun­des­rat am Mitt­woch in die Ver­nehm­las­sung ge­schickt hat, die bis 13. April dau­ert. Das Ge­setz über­nimmt im We­sent­li­chen die Be­stim­mun­gen der Ver­ord­nung. Dem­nach wird Amts­hil­fe auf Ge­such nur in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len ge­leis­tet. Zu­dem hält es fest, dass in Ge­su­chen, die auf ge­stoh­le­nen Da­ten ba­sie­ren, kei­ne Amts­hil­fe ge­leis­tet wird. Das neue Ge­setz re­gelt nicht nur die Amts­hil­fe für die neu­en Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men, son­dern auch für an­de­re Ab­kom­men, die sich auf Steu­er­sa­chen be­zie­hen, so et­wa das Zins­be­steue­rungs­ab­kom­men mit der EU.

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