Schwe­res Er­be für Abu Dha­bi

Finanz und Wirtschaft - - AUSLAND - DF

Die Bau­wut in den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten ( VAE) kommt Abu Dha­bi teu­er zu ste­hen. Im vor­letz­ten Jahr muss­te das we­gen sei­ner Öl­quel­len reichs­te der sie­ben Emi­ra­te der VAE mit 20 Mrd. $ dem Schwes­te­re­mi­rat Du­bai bei­ste­hen und die durch über­ris­se­ne Im­mo­bi­li­en­pro­jek­te eben­falls ins Stru­deln ge­ra­te­nen ein­hei­mi­schen Ban­ken un­ter­stüt­zen. Die jüngs­te Fi­nanz­sprit­ze von 5,2 Mrd. $ geht an Aldar Pro­per­ties, die gröss­te Im­mo­bi­li­en­grup­pe in Abu Dha­bi.

Um die Wei­ter­exis­tenz des hoch­ver­schul­de­ten Kon­zerns zu si­chern, er­wirbt die Re­gie­rung ei­nen für Fans der Renn­wa­gen­mar­ke Fer­ra­ri kon­zi­pier­ten Ver­gnü­gungs­park, Stras­sen, Brü­cken, Wohn­bau­ten und Land von Aldar. Der Kauf­preis be­wer­tet die Ver­mö­gens­wer­te zu 4,4 Mrd. $. Hin­zu ge­sellt sich der Er­werb ei­ner Wan­del­an­lei­he im Ge­samt­wert von 0,8 Mrd. $.

Die Ak­tio­nä­re des an der Bör­se von Abu Dha­bi ko­tier­ten Un­ter­neh­mens kom­men ver­gleichs­wei­se glimpf­lich weg, weil sich die Ver­wäs­se­rung ih­rer An­tei­le auf 11% be­schränkt und nicht wie be­fürch­tet bis zu 24% er­reicht. Den­noch wird sich der Staats­ein­fluss deut­lich ver­grös­sern. Nach Schät­zun­gen von Cre­dit Suis­se dürf­te die Re­gie­rung von Abu Dha­bi statt 40% künf­tig bis zu 57% am Ka­pi­tal hal­ten, so­fern sie ihr Wan­del­recht voll­stän­dig aus­übt.

Die De­tails des Ret­tungs­pa­kets wur­den am Don­ners­tag, dem letz­ten Han­dels­tag vor dem Wo­che­n­en­de, nach Bör­sen­schluss be­kannt. We­gen der schwie­ri­gen La­ge im Im­mo­bi­li­en­markt von Abu Dha­bi dürf­ten die Ak­ti­en nur kurz­fris­tig ei­nen Im­puls er­hal­ten. Wie in Du­bai brach der Im­mo­bi­li­en­markt Mit­te 2008 ab­rupt ein. Das Über­an­ge­bot ist wei­ter­hin gross.

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