An­lei­hen­auk­tio­nen be­ru­hi­gen

IM­PLI­ZI­TE VO­LA­TI­LI­TÄT Deut­li­cher Rück­gang der Schwan­kungs­brei­te

Finanz und Wirtschaft - - WARRANTS/EUREX - BEA­TRI­CE KUNZ,

Die Ak­ti­en­märk­te star­te­ten ver­hal­ten in die neue Wo­che. Ob­wohl Por­tu­gal be­kräf­tig­te, kei­ne Fi­nanz­hil­fe zu be­nö­ti­gen, und die EU-Kom­mis­si­on so­wie die deut­sche Bun­des­re­gie­rung de­men­tier­ten, dass Por­tu­gal dem­nächst un­ter den Eu­ro-Ret­tungs­schirm schlüp­fen soll, ga­ben die Ak­ti­en­märk­te nach.

Am Di­ens­tag sorg­te die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) mit Käu­fen von iri­schen und por­tu­gie­si­schen Staats­an­lei­hen für Be­ru­hi­gung, die mit der An­kün­di­gung Ja­pans, zur Mil­de­rung der eu­ro­päi­schen Schul­den­kri­se Eu­ro­an­lei­hen er­wer­ben zu wol­len, wei­ter ver­stärkt wur­de. In der Auk­ti­on von por­tu­gie­si­schen Bonds mit zehn­jäh­ri­ger Rest­lauf­zeit über­stieg die Nach­fra­ge das An­ge­bot um mehr als das Drei­fa­che. Dass sich Por­tu­gal oh­ne zu­sätz­li­chen Ri­si­ko­auf­schlag Mit­tel be­schaf­fen konn­te, gab den In­ves­to­ren Mut, und die Ak­ti­en­kur­se leg­ten am Mitt­woch kräf­tig zu. Auch Spa­ni­en und Ita­li­en konn­ten sich tags dar­auf er­folg­reich re­fi­nan­zie­ren. Bei­de Län­der muss­ten leicht hö­he­re Zin­sen be­zah­len als in der letz­ten Auk­ti­on.

Von der Kon­junk­tur­front er­reicht uns ein ge­misch­tes Bild: Ei­nem zu­ver­sicht­li-

Im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät chen Bei­ge Book – die US-Wirt­schaft hat nach Ein­schät­zung des Fed wei­ter an Stär­ke ge­won­nen – stan­den schwä­cher als er­war­tet aus­ge­fal­le­ne Ar­beits­markt­da­ten ge­gen­über. Letz­te­re sorg­ten ge­gen En­de der Wo­che für Ge­winn­mit­nah­men. Den mar­kan­tes­ten Wo­chen­ge­winn ver­buch­te – mit über 7% – der spa­ni­sche Ak­ti­en­markt. Für ein­mal hat­ten Ban­ken die Na­se vorn. Die­se pro­fi­tier­ten von der Hoff­nung auf ei­ne Ent­span­nung in der Schul­den­kri­se. Spie­gel­bild­lich zum Kurs­an­stieg an den Ak­ti­en­märk­ten bil­de­te sich die Vo­la­ti­li­tät in der ab­ge­lau­fe­nen Wo­che zu­rück.

Der Fo­kus in den nächs­ten Wo­chen wird sich auf Un­ter­neh­mens­er­geb­nis­se rich­ten. Für Un­ter­neh­men im S&P 500 ge­hen die Ana­lys­ten für das Schluss­quar­tal im Schnitt von ei­nem Ge­winn­an­stieg von knapp 30% ge­gen­über der Vor­jah­res­pe­ri­ode aus. In­tel schloss das Jahr mit Re­kord­zah­len ab und J. P. Mor­gan stei­ger­te den Ge­winn 47% auf fast 5 Mrd. $.

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