Sor­gen um Chi­na be­las­ten Lu­xus­ti­tel

PARIS Gros­ses In­ter­es­se für Bank­ak­ti­en – Eads we­cken neue Kurs­fan­ta­sie – Tech-Wer­te deut­lich fes-

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - GW

Die Stim­mung an der Bör­se Paris hat sich deut­lich auf­ge­hellt, op­ti­mis­tisch ge­stimmt durch den gu­ten Auf­takt der Un­ter­neh­mens­be­richt-Sai­son in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Der Leit­in­dex Cac40 er­reich­te so am Di­ens­tag sei­nen höchs­ten Stand seit acht Mo­na­ten. Er be­schloss die letz­ten fünf Han­dels­ta­ge mit ei­nem Plus von 5,5% bei 4012,68 Punk­ten.

Den­noch wur­den Wer­te der Lu­xus­gü­ter­in­dus­trie wie LVMH (–0,6% auf 118.30 €) und Her­mès (–2% auf 156.80 €) von Sor­gen be­las­tet, die Nach­fra­ge in Chi­na kön­ne nach­las­sen. Da­no­ne (–1,8% auf 45.10 €) ten­dier­ten schwä­cher, nach­dem Cre­dit Suis­se die Emp­feh­lung für die­sen Nah­rungs­mit­tel­wert auf Neu­tral zu­rück­nahm. Im Zu­sam­men­hang mit der Spio­na­ge­af­fä­re rund um den Au­to­bau­er Re­nault (+2% auf 48.44 €) hat die fran­zö­si­sche Po­li­zei ei­ne Un­ter­su­chung ein­ge­lei­tet. Ei­ner der drei ver­däch­tig­ten Ma­na­ger will ge­gen Re­nault we­gen üb­ler Nach­re­de kla­gen.

Fi­nanz­wer­te wie Axa (+13,7% auf 14.75 €), So­cié­té Gé­né­ra­le (+16,8% auf 45.95 €), BNP Pa­ri­bas (+12,5% auf 53.24 €) und Cré­dit Ag­ri­co­le (+12,5% auf 10.58 €) ge­hör­ten zu den gröss­ten Kurs­ge­win­nern der ver­gan­ge­nen fünf Han­dels­ta­ge. Sie pro­fi­tier­ten von Spe­ku­la­tio­nen über ei­ne mög­li­che Auf­sto­ckung des eu­ro­päi­schen Ret­tungs­fonds, ob­wohl es beim Tref­fen der Fi­nanz­mi­nis­ter der Eu­ro­zo­ne kein kon­kre­tes Er­geb­nis gab. Ein un­ab­hän­gi­ger Ex­per­te sprach sich zu­dem zu­guns­ten des Über­nah­me­an­ge­bots von Axa und AMP für die asia­ti­schen Ak­ti­vi­tä­ten von Axa Asia Pa­ci­fic Hol­dings (Axa APH) aus, die bei­de Un­ter­neh­men un­ter­ein­an­der auf­tei­len wol­len. Die Ope­ra­ti­on soll bis En­de März ab­ge­schlos­sen wer­den.

Eads (+12% auf 21.45 €) pro­fi­tier­ten von den gu­ten Er­geb­nis­sen der Flug­zeug­bau­to­ch­ter Air­bus, die mit 510 Aus­lie­fe­run­gen und 574 Net­to-Be­stel­lun­gen 2010 ih­rem ame­ri­ka­ni­schen Erz­ri­va­len Bo­eing da­von- flog. Peu­geot (+2,3% auf 32.99 €) wur­den von der Lan­cie­rung der neu­en Li­mou­si­ne 508 be­flü­gelt, de­ren Ver­kauf am 3. Fe­bru­ar in Eu­ro­pa star­ten soll.

Tech­no­lo­gie­wer­te wie Cap Ge­mi­ni (+8,3% auf 37.11 €) und ST Mi­cro­elec­tro­nics (+10,8% auf 9.17 €) pro­fi­tier­ten von den gu­ten Um­satz­zah­len von SAP und In­tel. Car­re­four (+2,2% auf 32.75 €) leg­te am Don­ners­tag Zah­len für das vier­te Quar­tal vor, die den Er­war­tun­gen ent­spra­chen: Der zweit­gröss­te Ein­zel­han­dels­kon­zern der Welt stei­ger­te den Um­satz um 5,2% auf 27,1 Mrd. €. Al­ler­dings stuf­te Stan­dard & Poor’s die Aus­sich­ten für Car­re­four von Neu­tral auf Ne­ga­tiv zu­rück. Al­st­om (+16,1% auf 40.64 €) wur­den von ei­ner Ana­lys­ten­hoch­stu­fung ge­trie­ben. Der In­dus­trie­kon­zern ver­öf­fent­licht am Don­ners­tag Um­sat­zah­len für das drit­te Quar­tal. Pres­se­be­rich­ten zu­fol­ge könn­te er je­doch die Aus­schrei­bung für den Bau ei­ner Hoch­ge­schwin­dig­keits­bahn­stre­cke in Sau­di-Ara­bi­en an ein spa­ni­sches Un­ter­neh­mens­kon­sor­ti­um ver­lie­ren.

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