Wei­te­re Rück­stel­lung von Gla­xo

LONDON BP-Ex­pan­si­on nach Russ­land gut auf­ge­nom­men – Kei­ne Ru­he in Smith & Ne­phew

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - CP

Der Jah­res­wech­sel hat doch et­was ver­än­dert. In London ko­tier­te Ak­ti­en sind je­den­falls ge­fragt, und so­li­de Zwi­schen­be­rich­te von Un­ter­neh­men fa­chen die Stim­mung an. Am Di­ens­tag al­lein leg­te der FTSE-100-In­dex 1,2% zu und schloss auf 6056,4 (+0,9% seit Frei­tag).

Am Bond­markt wur­den die In­fla­ti­ons­zah­len er­war­tet. Der Kon­sum­preis­in­dex CPI zeig­te im De­zem­ber ei­ne jähr­li­che In­fla­ti­ons­ra­te von 3,7% nach 3,3% im No­vem­ber. Weil im Ja­nu­ar die Mehr­wert­steu­er an­stieg und die Ener­gie­prei­se zu­le­gen, be­fürch­ten Öko­no­men, dass sich die Teue­rung An­fang 2011 auf über 4% er­höht. Da­mit steigt der Druck auf die Bank of En­g­land, die ei­ne In­fla­ti­ons­ra­te von 2% an­vi­siert, die Zin­sen zu he­ben. Al­ler­dings ist man bei der No­ten­bank noch der Mei­nung, der An­stieg sei tem­po­rär (vgl. FuW vom Sams­tag). Zehn­jäh­ri­ge Staats­an­lei­hen wa­ren we­ni­ger ge­fragt, die Ren­di­te klet­ter­te auf 3,67% (+6 Ba­sis­punk­te).

Er­neut lös­te ein Um­satz-Up­date des Lu­xus­be­klei­dungs­her­stel­lers Bur­ber­ry (+5,7% auf 1115 p ) Käu­fe aus. Im drit­ten Quar­tal bis En­de Jahr er­ziel­te Bur­ber­ry, be­kannt für das ca­mel­far­be­ne Ka­ro­mus­ter, ei­ne Um­satz­stei­ge­rung von ei­nem Drit­tel ba­sie­rend auf der Nach­fra­ge aus Chi­na. Ent­spre­chend er­war­tet das Un­ter­neh­men ein Er­geb­nis, das am obe­ren En­de der Er­war­tun­gen lie­gen wird.

Eben­so gut auf­ge­nom­men wur­de die or­ga­ni­sche Wachs­tums­ra­te von 3% des welt­weit zweit­gröss­ten Bier­kon­zerns SAB Mil­ler (+1,9% auf 2209 p). Die Grup­pe er­zielt gut vier Fünf­tel des Ge­winns in Emer­ging Mar­kets. Die Wachs­tums­ra­ten über­tra­fen Er­war­tun­gen des Fi­nanz­markts.

Auf der Sei­te der Ver­lie­rer wa­ren die Ti­tel des Phar­ma­kon­zerns Gla­xo Smith Kli­ne (–3,6% auf 1181,5 p).

Die Ge­rüch­te ei­ner neu­en an­geb­li­chen Über­nah­me­of­fer­te für den Me­di­zi­nal­tech­nik­kon­zern Smith & Ne­phew (+4,2% auf 714 p) wur­den am Wo­che­n­en­de von der «Sun­day Ti­mes» hoch­ge­kocht. Der Ak­ti­en­kurs re­agier­te auf die Mel­dung, John­son & John­son über­le­ge sich ein er­höh­tes An­ge­bot von min­des­tens 800 p. Am Frei­tag hat­te S&N fest­ge­hal­ten, dass mo­men­tan kein An­ge­bot vor­lie­ge.

Af­ri­can Bar­rick Gold (–2,5% auf 560 p), ei­ne Ein­heit des welt­gröss­ten Gold­pro­du­zen­ten Bar­rick Gold, ga­ben nach, weil das Un­ter­neh­men das Aus­stoss­ziel ver­fehlt hat­te. Bald ist in London ein wei­te­re Gold­pro­du­zent ko­tiert: Der rus­si­sche Stahl­kon­zern Se­ver­s­tal ver­kauft Ak­ti­en der Toch­ter Nord Gold (vgl. Sei­te 26).

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