Rio Tin­to legt gu­te Ab­bau­zah­len vor

SYD­NEY Un­si­cher­heit über Aus­mass der Schä­den in Queens­land – Ver­si­che­rer un­ter Druck

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN ÜBERSEE - UW

Der All Or­di­na­ries kam im Wo­chen­ver­gleich zwar 2% auf 4911,6 vor­an. Es gab aber Be­fürch­tun­gen, die von der chi­ne­si­schen Re­gie­rung an­ge­streb­te wirt­schaft­li­che Ab­küh­lung wer­de zu ei­nem Rück­gang der Nach­fra­ge nach aus­tra­li­schen Roh­stof­fen füh­ren. Zu­dem könn­te die Un­si­cher­heit über die Si­tua­ti­on in den Koh­le­mi­nen von Queens­land den Markt in den kom­men­den Ta­gen zu­neh­mend be­las­ten. Ge­mäss Michael Ro­che, Chef des In­ter­es­sen­ver­bands Queens­land Re­sour­ces Coun­cil, sind die 57 Koh­le­mi­nen rund um die Uhr dar­an, die über­flu­te­ten Berg­wer­ke aus­zu­pum­pen und die Bahn­li­ni­en zu den Ver­la­de­hä­fen zu re­pa­rie­ren.

Dass es viel zu trans­por­tie­ren gä­be, zei­gen die Ab­bau­zah­len von Rio Tin­to (+3,2% auf 86.80 aus­tr. $) für das letz­te Quar­tal: Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg der Koks­koh­le-Out­put um 8%. Zum gu­ten Er­geb­nis bei­ge­tra­gen ha­ben nicht zu­letzt In­ves­ti­tio­nen in den jetzt von den Über­flu­tun­gen be­trof­fe­nen Mi­nen in Queens­land. Die An­la­gen sei­en zwar in Be­trieb, ar­bei­te­ten aber nur re­du­ziert, hiess es von Rio Tin­to. Zur Dau­er der Ver­zö­ge­rung konn­te der Roh­stoff­rie­se kei­ne An­ga­ben ma­chen. Die Ak­ti­en der eben­falls von den Über­schwem­mun­gen be­trof­fe­nen Wett­be­wer­ber BHP Bil­li­ton (+2,3% auf 45.62 aus­tr. $) und Ma­car­thur Co­al (+0,5% auf 13.62 aus­tr. $) er­hol­ten sich nach den Rio-Zah­len am Di­ens­tag deut­lich. Rio mel­de­te auch für den Ei­sen­erz­ab­bau ei­nen Quar­tals­zu­wachs von 6% – we­ni­ger als der klei­ne­re Kon­kur­rent For­tes­cue Me­tals (+12% auf 7.27 aus­tr. $) mit ei­nem Plus von 9%.

Die Über­flu­tun­gen sorg­ten für Ner­vo­si­tät im Ver­si­che­rungs­sek­tor. In­suran­ce Aus­tra­lia Group (–2,3% auf 3,7 aus­tr. $) und Sun­corp (+0,7% auf 8.35 aus­tr. $) dürf- ten den Gross­teil der Schä­den am Pri­vat­ei­gen­tum de­cken müs­sen, die in­zwi­schen auf 2 Mrd. aus­tr. $ ge­schätzt wer­den. Al­ler­dings ha­ben meh­re­re Ver­si­che­rer be­reits klar­ge­macht, die Scha­den­for­de­run­gen vor Ge­richt an­zu­fech­ten. Nach An­sicht von Ana­lys­ten dürf­ten zu­dem die Rück­ver­si­che­rer nach ei­ner Se­rie von Na­tur­ka­ta­stro­phen die Ri­si­ko­ein­stu­fung für Aus­tra­li­en er­hö­hen. Das wür­de ei­ne mas­si­ve Prä­mi­en­er­hö­hung nach sich zie­hen. AMP (–1,3% auf 5.15 aus­tr. $) re­agier­ten kaum auf die Mel­dung, dass un­ab­hän­gi­ge Ex­per­ten das 14,6 Mrd. aus­tr. $ schwe­re An­ge­bot für Axa Asia Pa­ci­fic (+0,9% auf 6.41 aus­tr. $) für fair und an­ge­mes­sen hal­ten.

Fos­ter’s Group (–1,3% auf 5.48 aus­tr. $). lei­det wei­ter un­ter den schwa­chen Bier­ver­käu­fen im Heim­markt und dem star­ken aus­tra­li­schen Dol­lar (am Di­ens­tag auf 0,989 $), der das Wein­ge­schäft be­las­tet. Der Kon­zern will die bei­den Ge­schäfts­zwei­ge Mit­te die­ses Jah­res auf­tei­len.

Sto­xx Bran­chen-In­di­zes

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