Werf­ten set­zen auf Off­s­hore-Ge­schäft

SEOUL, SIN­GA­PUR Süd­ko­rea be­kämpft In­fla­ti­on – Stadt­staat lässt am Im­mo­bi­li­en­markt heis­se Luft ab

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN ÜBERSEE - AS­SET MA­NAGE­MENT CON­SUL­TING

Süd­ko­rea macht Ernst mit dem Kampf ge­gen die In­fla­ti­on. Denn der An­stieg der Kon­su­men­ten­prei­se lag den 14. Mo­nat in Fol­ge über den Leit­zin­sen. Die Zen­tral­bank er­höh­te die Leit­zin­sen auf 2,75%. Aus­ser­dem sol­len die Ta­ri­fe der Ver­sor­ger ein­ge­fro­ren und Nah­rungs­mit­tel­prei­se ge­senkt wer­den. Vor Be­ginn des Neu­jahrs­fests will die Re­gie­rung da­für sor­gen, dass der Nach­schub be­stimm­ter Nah­rungs­mit­tel um 70% steigt, da­mit von die­ser Sei­te der In­fla­ti­ons­druck ab­nimmt. Über­dies soll die Preis­über­wa­chung ver­schärft wer­den. Die Bör­se nahm die Re­gie­rungs­mass­nah­men po­si­tiv auf, und der Com­po­si­teIn­dex be­en­de­te die zwei­wö­chi­ge Be­richts­pe­ri­ode 0,5% hö­her auf 2096,48.

Fi­nanz­ti­tel stan­den zu­nächst auf der Ge­win­ner­sei­te, da der Na­tio­nal Pen­si­on Ser­vice die Ge­neh­mi­gung er­hielt, mehr als 10% an lo­ka­len Ban­ken und Fi­nanz-Hol- dings zu hal­ten. Dann sorg­ten je­doch Be­den­ken für Ve­r­un­si­che­rung, ob sich Gross­ban­ken wie Wo­o­ri Fi­nan­ce (–1,9%) ge­mäss dem Wunsch der Re­gie­rung und un­ge­ach­tet der ei­ge­nen Pro­ble­me ver­mehrt an an­ge­schla­ge­nen Spar­kas­sen be­tei­li­gen.

Der Schiff­bau­er Hy­un­dai Hea­vy In­dus­tries (+8,3%) er­war­tet, dass 2011 we­gen der ho­hen Öl­prei­se die Auf­trä­ge für Bohr­schif­fe und Off­s­hore-Platt­for­men auf 4,8 Mrd. $ stei­gen (vgl. Sei­te 13). Ge­wis­ser­mas­sen als Be­stä­ti­gung er­hielt HHI den Auf­trag, bis 2013 für Ka­tar ei­ne Bohr­platt­form mit ei­ner 300 km lan­gen Pi­pe­line für 900 Mio. $ zu bau­en. Noch op­ti­mis­ti­scher ist Dae­woo Ship­buil­ding & Ma­ri­ne En­gi­nee­ring (+12,4%): Der Kon­zern rech­net für 2011 mit ei­nem Auf­trags­vo­lu­men von 6 Mrd. $ im Off­s­hore­ge­schäft. Der Stahl­her­stel­ler Posco ver­öf­fent­lich­te das Re­sul­tat für das Jah­res­end­vier­tel. Da der Ge­winn mit 472 Mio. $ schwä­cher aus­fiel als er­war­tet, ga­ben die Va­lo­ren 6,7% nach.

Sin­ga­purs Ex­port nahm 2010 um 23% zu. Im De­zem­ber be­trug das Ex­port­wachs- tum noch be­acht­li­che 9,4%, was aber un­ter den Er­war­tun­gen lag. Eben­falls sehr ro­bust ent­wi­ckel­te sich der Ein­zel­han­del. Der Straits Ti­mes In­dex no­tier­te un­ver­än­dert 3249,58. Nach­dem die In­dus­trie letz­tes Jahr der wich­tigs­te Wirt­schafts­mo­tor war, ste­hen die Chan­cen gut, dass heu­er der Di­enst­leis­tungs­sek­tor die Volks­wirt­schaft be­flü­gelt. Da­bei ste­hen Ak­ti­en wie die des Ka­si­no­be­trei­bers Gen­ting Sin­ga­po­re (–1,8%) im Ram­pen­licht. Da die Im­mo­bi­li­en­prei­se im vier­ten Quar­tal ei­nen Spit­zen­wert er­reich­ten, will die Re­gie­rung ei­nen wei­te­ren Preis­an­stieg be­kämp­fen. Da­zu soll das Ei­gen­ka­pi­tal für ei­ne Zweit­hy­po­thek von 30 auf min­des­tens 40% stei­gen. Für Im­mo­bi­li­en­ver­käu­fe wird ei­ne Spe­ku­la­ti­ons­frist von vier Jah­ren ein­ge­führt, wäh­rend der ei­ne Stem­pel­steu­er er­ho­ben wird. Im­mo­bi­li­en­kon­zer­ne wie Ca­pi­ta­land (–0,3%) senk­ten dar­auf­hin die Prei­se für ih­re Ver­kaufs­ob­jek­te.

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