Na­tio­na­le über­gibt an Swiss Li­fe

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ - TH

Swiss Li­fe nimmt mit dem Er­werb des Pen­si­ons­ge­schäfts von Na­tio­na­le Suis­se zu­sätz­li­che Ul­tra­lang­frist­ver­pflich­tun­gen auf ihr Buch, ob­wohl doch das von der Fi­nanz­markt­auf­sicht Fin­ma auf Jah­res­be­ginn hin ver­schärf­te Re­gime des neu­en Schwei­zer Sol­venz­tests just sol­ches Ge­schäft ver­teu­ert. Spre­cher Mar­tin Lä­derach kon­tert, Swiss Li­fe er­war­te «kei­nen spür­ba­ren nach­tei­li­gen Ein­fluss» auf die Sol­venz­wer­tung und er­fül­le sie wei­ter­hin pro­blem­los.

Na­tio­na­le Suis­se trans­fe­riert rück­wir­kend auf Jah­res­be­ginn für ei­nen un­ge­nann­ten Preis die Pen­si­ons­ver­trä­ge mit 3100 klei­ne­ren Un­ter­neh­men und da­mit ein Prä­mi­en­vo­lu­men von et­wa 220 Mio. Fr. an den im Vor­sor­ge­ge­schäft fast dreis­sig Mal grös­se­ren Wett­be­wer­ber. Die Par­tei­en bin­den sich gleich­zei­tig in ei­ner Ver­triebs­ko­ope­ra­ti­on. Swiss Li­fe be­stückt das An­ge­bot­sporte­feuille ih­rer Agen­ten mit Sach­ver­si­che­rungs­po­li­cen von Na­tio­na­le, die ih­rer­seits den Un­ter­neh­menskun­den die Swiss-Li­fe-Pa­let­te an BVG-Pen­si­ons­lö­sun- gen emp­fiehlt. Die Be­fürch­tung, Na­tio­na­le wer­de im Un­ter­neh­mens­kun­den­seg­ment als Fol­ge des Trans­fers im Ab­satz von Sa­chund Haft­pflicht­po­li­cen lei­den, wird von Spre­che­rin So­phia Schor zer­streut. Die Kun­den be­hiel­ten den be­ste­hen­den Ver­trag, wes­halb Na­tio­na­le kei­nen un­güns­ti­gen Ein­fluss auf den Mul­ti­pro­dukt­ver­trieb er­war­te. «Im Ge­gen­teil: Un­se­re Kun­den­be­treu­er ha­ben ei­ne at­trak­ti­ve Pro­dukt­pa­let­te, die al­le Be­dürf­nis­se ab­deckt.»

Na­tio­na­le Suis­se will den Ver­kaufs­er­lös für die Stär­kung des Markt­auf­tritts ver­wen­den, in dem die Spe­zi­al­ge­bie­te Kunst, Trans­port, Rei­sen und Ver­pflich­tungs­ga­ran­ti­en ei­ne zu­neh­mend be­deu­ten­de­re Rol­le spie­len. Swiss Li­fe ver­sucht, den Ge­schäfts­zu­gang – der das Seg­ment­vo­lu­men et­wa 4% aus­wei­tet – durch ei­nen Skalen­ge­winn zu ren­ta­bi­li­sie­ren.

Die Ak­ti­en bei­der Ver­si­che­rer no­tie­ren zum le­dig­lich Acht­fa­chen des für die­ses Jahr ge­schätz­ten Über­schus­ses. Die Ein­stu­fung ist zwar mo­de­rat, aber sie könn­te we­gen der be­schränk­ten Er­trags­per­spek­ti­ve der Bran­che durch­aus län­ge­re Zeit be­schei­den blei­ben. Die er­heb­li­che Sät­ti­gung des Mark­tes und die für Zwangs­in­ves­to­ren wie Ver­si­che­rer mick­ri­gen Zin­sen be­gren­zen die Ge­winn­dy­na­mik.

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