Neu­er ka­na­di­scher Kup­fer­rie­se ent­steht

In­met und Lun­din fu­sio­nie­ren zu Sym­ter­ra – Ak­ti­en kau­fens­wert

Finanz und Wirtschaft - - AUSLAND - CAL,

Die an­ge­kün­dig­te Fu­si­on der ka­na­di­schen Mi­n­en­ge­sell­schaf­ten In­met Mi­ning und Lun­din Mi­ning ist ein Zei­chen für die zu­neh­men­de Kon­so­li­die­rung im Roh­stoff­sek­tor. Der neue Kon­zern mit dem Na­men Sym­ter­ra wird ei­ne Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung von rund 9 Mrd. kan. $ auf­wei­sen. Nach An­ga­ben der bei­den Un­ter­neh­men geht es bei der Fu­si­on nicht um Kos­ten­er­spar­nis­se, son­dern dar­um, die För­de­rung zu kom­bi­nie­ren. Zu­sam­men sol­len die bei­den Fu­si­ons­part­ner in sechs Jah­ren rund 500 000 Ton­nen Kup­fer för­dern. Heu­te sind es ge­samt­haft rund 205 000 Ton­nen.

Die Lun­din-Grup­pe mit Sitz in Van­cou­ver be­sitzt Mi­nen in Por­tu­gal, Spa­ni­en und Schwe­den. Gros­ses Po­ten­zi­al wird vor al­lem dem Kup­fer-Ko­balt-Pro­jekt Ten­ke Fun­gu­ru­me im Kon­go zu­ge­schrie­ben, an der Lun­din zu 24% be­tei­ligt ist. In­met da­ge­gen be­sitzt ei­ne 100%-Be­tei­li­gung an der Mi­ne Cob­re Pa­na­ma, ein rund 5 Mrd. US-$ teu­res Pro­jekt, das sich noch im Ent­wick­lungs­sta­di­um be­fin­det. Ist sie ein­mal fer­tig ge­baut, er­war­tet man ei­ne ge­schätz­te Pro­duk­ti­on von 289 000 Ton­nen Kup­fer jähr­lich. Jo­chen Tilk, CEO von In­met, er­klär­te, dass die­se bei­den Mi­nen or­ga­ni­sches Wachs­tum und ei­ne star­ke Grund­la­ge für Sym­ter­ra be­deu­te­ten.

Grös­se bringt Li­qui­di­tät

Ana­lys­ten glau­ben, dass Lun­din und In­met Grös­se ge­sucht ha­ben, weil sie im Ver­gleich zu Ri­va­len wie Teck Re­sour­ces oder First Quan­tum Mi­ne­rals re­la­tiv klein sind. Laut Markt­ex­per­ten wird die Fu­si­on In­met be­zie­hungs­wei­se Sym­ter­ra die nö­ti­ge Li­qui­di­tät für das Cob­re-Pa­na­ma-Pro­jekt ver­schaf­fen, für das der­einst ei­ne Be­triebs­dau­er von min­des­tens dreis­sig Jah­ren er­war­tet wird. Dank Lund­ins flüs­si­gen Mit­teln dürf­ten Sym­ter­ra et­wa 1,3 Mrd. US-$ zur Ver­fü­gung ste­hen. Da­zu kommt rund ei­ne hal­be Mil­li­ar­de US-Dol­lar von Te­ma­sek aus Sin­ga­pur, ei­nem Fonds, des­sen fi­nan­zi­el­le Hil­fe In­met im ver­gan­ge­nen Jahr in An­spruch neh­men muss­te.

Nach ei­nem Preis­an­stieg von 33% im ver­gan­ge­nen Jahr er­zielt Kup­fer der­zeit Höchst­prei­se, als Fol­ge ei­nes knap­pen An­ge­bots und star­ker Nach­fra­ge. Vor al­lem aus Län­dern wie Chi­na und In­di­en wird Kup­fer für die Bau­in­dus­trie und die in­dus­tri­el­le Fer­ti­gung ge­braucht. Rund 80% der Pro­duk­ti­on von Sym­ter­ra wird Kup­fer sein, der Rest vor al­lem Zink und Ni­ckel. Kup­fer hat auch von leb­haf­tem In­ter­es­se von In­ves­to­ren pro­fi­tiert, die auf Kup­fer spe­zia­li­sier­te Fonds (ETF) kauf­ten.

Voll­zug bis zum Früh­jahr

Lu­kas Lun­din, Ver­wal­tungs­rats­prä­si­dent der gleich­na­mi­gen Ge­sell­schaft, wird auch Vor­sit­zen­der von Sym­ter­ra sein, wäh­rend Jo­chen Tilk CEO wird. Die Trans­ak­ti­on muss al­ler­dings noch von den Be­hör­den und den Ak­tio­nä­ren ge­neh­migt wer­den, was wahr­schein­lich bis März dau­ern wird. Wenn das rei­bungs­los über die Büh­ne geht, wird je­de Lun­din-Ak­tie 0,33 Sym­ter­ra-Ti­tel und je­des In­met-Pa­pier 3,49 Sym­ter­ra-Va­lo­ren wert sein.

Laut Ana­lyst Tom Mey­er von der In­vest­ment­bank Ray­mond Ja­mes in Van­cou­ver dürf­ten die Ak­tio­nä­re von der Stär­ke bei­der Bi­lan­zen und bei­der Kon­zern­spit­zen pro­fi­tie­ren. Ana­lyst Greg Bar­nes von TD Se­cu­ri­ties lobt die grös­se­re geo­gra­fi­sche Ab­stüt­zung, weist aber dar­auf hin, dass die bei­den Un­ter­neh­mens­kul­tu­ren recht un­ter­schied­lich sei­en. Da die Ex­per­ten aber wei­ter­hin und auch mit­tel­fris­tig mit ho­hen Kup­fer­prei­sen rech­nen, stel­len die Ak­ti­en die­ser Berg­bau­kon­zer­ne aus heu­ti­ger Sicht ei­ne loh­nen­de In­ves­ti­ti­on dar.

Eis­bre­cher in der rus­si­schen Ka­ra­see.

Die­ser nörd­lich von Si­bi­ri­en ge­le­ge­ne Mee­res­teil soll rie­si­ge Men­gen Öl und Gas be­her­ber­gen.

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