Fi­nanz­wer­te set­zen An­stieg fort

AMS­TER­DAM Re­kord­ge­winn von ASML wird nicht gou­tiert – Ahold wächst so­lid

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - OP

Der Han­del in Ams­ter­dam blieb ner­vös. Sor­ge und Zu­ver­sicht über die Kon­junk­tur­aus­sich­ten wech­sel­ten sich ab. Ei­ner­seits wird be­fürch­tet, dass Chi­na we­gen des an­hal­ten­den Wirt­schafts­booms und In­fla­ti­ons­drucks die Geld­po­li­tik wei­ter ver­schärft und als glo­ba­le Kon­junk­tur­lo­ko­mo­ti­ve an Kraft ver­liert. An­de­rer­seits hat der deut­sche Ifo-Ge­schäfts­kli­ma­in­dex im Ja­nu­ar den höchs­ten Stand seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung er­reicht. Der AEX schloss die Wo­che per sal­do kaum ver­än­dert auf 361,05 (–0,1%). Der Mid-Ca­pIn­dex AMX fiel 1,7% auf 637,84.

Die Fi­nanz­wer­te setz­ten den An­stieg fort. Die All­fi­nanz­grup­pe ING (Ak­ti­en +3,4% auf 8.07 €), die auf Druck der EUKom­mis­si­on die­ses Jahr oder spä­tes­tens 2012 auf­ge­spal­ten wird, teil­te mit, dass mit ver­schie­de­nen In­ter­es­sen­ten über den Ver­kauf ein­zel­ner Tei­le der Im­mo­bi­li­en- spar­te (ING Re­al Esta­te In­vest­ment Ma­nage­ment, REIM) ge­spro­chen wer­de. Es sei aber noch nicht si­cher, ob die Ver­hand­lun­gen zu Trans­ak­tio­nen füh­ren. REIM ver­wal­tet ein Im­mo­bi­li­en­porte­feuille im Wert von rund 65 Mrd. € (per En­de Sep­tem­ber) und hat über 650 Kun­den. Die Ak­ti­en des Le­bens­ver­si­che­rers Ae­gon avan­cier­ten 2,5% auf 5.34 €.

Der Halb­lei­ter­ma­schi­nen­her­stel­ler ASML er­öff­ne­te mit ei­nem Re­kord­er­geb­nis die Sai­son der Jah­res­re­sul­ta­te. Der An­bie­ter von fo­to­li­tho­gra­fi­schen Sys­te­men für die Chip­pro­duk­ti­on ver­drei­fach­te 2010 den Um­satz auf 4,5 Mrd. € und er­wirt­schaf­te­te ei­nen Ge­winn von rund 1 Mrd. € oder 2.35 € pro Ak­tie (vgl. Sei­te 28). Ob­wohl die Er­war­tun­gen mehr als er­füllt wur­den, fie­len die Ak­ti­en im Wo­chen­ver­gleich 3,5% auf 28.90 €.

Der Ein­zel­han­dels­kon­zern Ahold (Ak­ti­en +0,5% auf 9.70 €), der rund 60% des Um­sat­zes in den USA er­wirt­schaf­tet, gab so­li­de Ver­kaufs­zah­len be­kannt. In den US-Su­per­märk­ten, die min­des­tens seit ei­nem Jahr ge­öff­net sind, stieg der Um­satz im vier­ten Quar­tal ge­gen­über dem Vor­jahr um 0,9%. In den Nie­der­lan­den, wo die Toch­ter Al­bert Hei­jn die gröss­te Su­per­markt­ket­te ist, be­trug das Ver­kaufs­plus im Schluss­quar­tal 4%. Un­ter dem Strich nahm der Quar­tals­um­satz 2,6% auf 7 Mrd. € zu.

Die Bör­sen­schwer­ge­wich­te Roy­al Dutch Shell (+0,2% auf 25.27 €) und Uni­le­ver (+0,5% auf 22.87 €) be­haup­te­ten sich. Die US-Bank J. P. Mor­gan Cha­se senk­te die Emp­feh­lung für die Ener­gie­ti­tel Roy­al Dutch Shell von Über­ge­wich­ten auf Neu­tral. Die Kon­sum­ak­ti­en Uni­le­ver wur­den von HSBC von Neu­tral auf Über­ge­wich­ten ge­setzt.

In der kom­men­den Wo­che gibt am Mon­tag der Elek­tro­nik­kon­zern Phi­lips (Ak­ti­en –1% auf 24.57 €) die Jah­res­er­geb­nis­se be­kannt. Am Mitt­woch ist die Tele­com­ge­sell­schaft KPN (+3,6% auf 11.60 €) an der Rei­he und am Tag dar­auf die Le­bens­mit­tel­han­dels­grup­pe Sli­gro Food (+0,4% auf 25.34 €).

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