Ver­trau­en in Ak­ti­en

USA und Emer­ging Mar­kets ste­hen zu­oberst auf der Fa­vo­ri­ten­lis­te von Axa In­vest­ment Ma­na­gers

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN ÜBERSEE - HF

Die Welt­kon­junk­tur hat an Brei­te und Tie­fe ge­won­nen und wird ihr Wachs­tums­fun­da­ment im lau­fen­den Jahr wei­ter fes­ti­gen. Nach­dem der La­ger­auf­bau die Kon­junk­tur an­ge­scho­ben hat, setz­ten jetzt Ka­pi­tal­gü­ter­in­ves­ti­tio­nen und ei­ne so­wohl in Deutsch­land als auch in den USA er­kenn­ba­re Wie­der­be­le­bung des Pri­vat­kon­sums die Wirt­schafts­er­ho­lung fort, wie Franz Wen­zel, Chef-In­vest­ment­stra­te­ge von Axa In­vest­ment Ma­na­gers, an ei­nem Pres­se­ge­spräch in Zü­rich aus­führt.

Wen­zel ver­weist zu­dem auf die fort­ge­setz­te Dy­na­mik in den Schwel­len­län­dern, auf den aus­ge­zeich­ne­ten Ge­sund­heits­zu­stand ei­ner Viel­zahl von Un­ter­neh­men, das nach sei­ner An­sicht nur mäs­si­ge In­fla­ti­ons­ri­si­ko und die at­trak­ti­ve Be­wer­tung an den Bör­sen. Wohl sieht er hö­he­re Lang­frist­zin­sen, doch die Geld­markt­sät­ze wür­den tief blei­ben. Mit ei­ner Leit­zins­er­hö­hung in den USA und in Eu­ro­pa sei noch nicht für die­ses Jahr zu rech­nen, und wenn sie dann kom­me, so wer­de sie eher als Be­leg da­für ge­wer­tet, «dass die Kon­junk­tur greift». Die Ak­ti­en­märk­te blie­ben des­halb vor nen­nens­wer­tem Scha­den ver­schont.

Im Ob­li­ga­tio­nen­teil plä­diert Axa für Un­ter­neh­mens­an­lei­hen und High-Yiel­dPa­pie­re. We­gen der so­li­den Bi­lan­zen und der gu­ten Ge­winn­aus­sich­ten der Un­ter­neh­men blie­ben die Aus­fall­ra­ten tief. Übers Jahr ge­se­hen rech­net Wen­zel mit ei­nem wei­te­ren Rück­gang der Zins­spreads.

Für Ak­ti­en – der be­vor­zug­ten An­la­ge­klas­se von Axa – er­war­tet er ei­nen Er­trag von 10 bis 15% in die­sem Jahr. «Ak­ti­en ja, aber mit Ver­si­che­rung», schränkt er ein und ver­weist auf die eu­ro­päi­sche Schul­den­kri­se, die man noch nicht end­gül­tig ab­schät­zen kön­ne. Sein Sze­na­rio ist, dass die Kri­se im ers­ten Halb­jahr den Hö­he­punkt hin­ter sich las­sen wird. Spä­tes­tens, wenn auch Spa­ni­en ins Vi­sier der Märk­te ge­ra­te, wer­de das die po­li­ti­sche Ent­schlos­sen­heit er­zwin­gen, die es für ei­ne Lö­sung braucht: fi­nan­zi­el­le So­li­da­ri­tät ge­kop­pelt an ver­bind­li­che Auf­la­gen für struk­tu­rel­le Re­for­men. Das wer­de die Si­tua­ti­on be­ru­hi­gen, das Schul­den­pro­blem aber noch für Jah­re nicht aus der Welt schaf­fen.

Ers­te Prio­ri­tät ha­ben im Ak­ti­en­teil für Axa der US-Ak­ti­en­markt und die Emer­ging Mar­kets. Die USA wür­den mit ih­rem Schul­den­berg bes­ser fer­tig als Eu­ro­pa, und was die Schwel­len­märk­te be­trifft, so ist Wen­zel über­zeugt, dass die Auf­hol­jagd wei­ter­geht. 1990 be­strit­ten die auf­stre­ben­den Län­der 35% des Welt­so­zi­al­pro­dukts, heu­te sind es 45%, und in ei­ni­gen Jah­ren wür­den es 50% oder mehr sein.

Als «Ver­si­che­rung» des Ak­ti­en­port­fo­li­os emp­fiehlt Axa Wäh­rungs­ab­si­che­run­gen, Roh­stoff­an­la­gen und Gold.

Sto­xx Bran­chen-In­di­zes

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