Ka­ba baut in Nord­eu­ro­pa aus

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ - MR

Der Schliess­tech­ni­ker Ka­ba über­nimmt das nor­we­gi­sche Han­dels­haus Mo­el­ler Un­dall. Da­mit wird Ka­ba – nach As­sa Abloy – der zweit­gröss­te An­bie­ter für Schliess­an­la­gen in Nor­we­gen, Schwe­den und Dä­ne­mark. Ka­bas be­ste­hen­de Ver­triebs­struk­tu­ren in die­sen Län­dern wer­den mit der neu­en Toch­ter­ge­sell­schaft zu­sam­men­ge­führt. Mo­el­ler Un­dall, bis­her ein Fa­mi­li­en­be­trieb, er­wirt­schaf­te­te ver­gan­ge­nes Jahr mit 175 Be­schäf­tig­ten rund 41 Mio. Fr. Um­satz, den weit­aus gröss­ten Teil mit Wa­re, die nicht von Ka­ba stammt (in die­ser Bran­che ist es üb­lich, dass Kon­kur­ren­ten für­ein­an­der pro­du­zie­ren und/oder ver­trei­ben).

Der Kauf­preis wird nicht ver­öf­fent­licht; ein Be­trag leicht über dem Um­satz dürf­te ei­ne plau­si­ble An­nah­me sein. Als rei­ner Händ­ler er­reicht Mo­el­ler Un­dall nicht ganz Ka­bas Er­trags­re­la­tio­nen (2009/10 auf Stu­fe Ebit 13% vor Re­struk­tu­rie­rungs­auf­wand), schreibt aber doch zwei­stel­li­ge Ebit-Mar­gen. Die Ak­qui­si­ti­on wer­de «ei­nen po­si­ti­ven Ein­fluss auf den Ge­winn je Ak­tie» ha­ben, schreibt Ka­ba. Vor­der­hand las­sen wir un­se­re Ge­winn­schät­zung un­ver­än­dert, zu der Ka­ba mit ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis 14 ein­ge­stuft sind. Das Un­ter­neh­men dürf­te wei­te­re Ak­qui­si­tio­nen die­ser Art pla­nen und so das or­ga­ni­sche Wachs­tum er­gän­zen.

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