Ho­he Kos­ten der Mo­bi­li­tät

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ - PM

Die Schwei­zer sind ein mo­bi­les Volk. Die Mo­bi­li­tät wird un­ter­stützt von gut aus­ge­bau­ter Ver­kehrs­in­fra­struk­tur – die über­dies zu eher güns­ti­gen Prei­sen an­ge­bo­ten wer­den. Die Mit­tel für den not­wen­di­gen Er­halt der Sub­stanz so­wie den wei­te­ren Aus­bau der Schie­nen-und Stras­sen­net­ze wer­den nun je­doch knapp. Dar­um hat der Bun­des­rat das De­par­te­ment für Um­welt, Ver­kehr, Ener­gie und Kom­mu­ni­ka­ti­on (Uvek) be­auf­tragt, zur Volks­in­itia­ti­ve «Für den öf­fent­li­chen Ver­kehr» ei­nen di­rek­ten Ge­gen­ent­wurf zu er­ar­bei­ten. Die Vor­la­ge soll im Früh­jahr in die Ver­nehm­las­sung ge­schickt wer­den.

Wäh­rend die Initia­ti­ve des Ver­kehrs­clubs der Schweiz zur Fi­nan­zie­rung des öf­fent­li­chen Ver­kehrs le­dig­lich ei­ne Um­ver­tei­lung der Ein­nah­men aus der Mi­ne­ral­öl­steu­er vom Stras­sen-zum Schie­nen­ver­kehr ver­langt, die fi­nan­zi­el­len Eng­päs­se aber nicht be­sei­tigt, strebt der Bun­des­rat ei­ne um­fas­sen­de Lö­sung an. Der Ge­gen­ent­wurf schafft ei­nen neu­en, un­be­fris­te­ten Bahn­in­fra­struk­tur­fonds. Die­ser er­setzt den be­fris­te­ten Fi­nöVFonds. Der neue Fonds soll mit jähr­lich rund 850 Mio. Fr. ge­speist wer­den. Sie sol­len aus Ta­rif­er­hö­hun­gen um durch­schnitt­lich 10%, ei­ner Re­duk­ti­on des steu­er­li­chen Fahr­kos­ten­ab­zugs so­wie aus er­höh­ten Bei­trä­gen der Kan­to­ne im Um­fang von zu­sätz­lich 300 Mio. Fr. stam­men.

Gleich­zei­tig will der Bun­des­rat ei­ne dro­hen­de Fi­nan­zie­rungs­lü­cke im Stras­sen­ver­kehr ver­hin­dern. Ne­ben dem Un­ter­halt und Be­trieb des be­ste­hen­den Net­zes wer­den der Aus­bau exis­tie­ren­der Na­tio­nal­stras­sen, die Be­sei­ti­gung von Eng­päs­sen so­wie der Bau neu­er Au­to­bahn­stre­cken in den kom­men­den Jah­ren er­heb­li­che zu­sätz­li­che Mit­tel er­for­dern. Zur Si­cher­stel­lung der Fi­nan­zie­rung schlägt der Bun­des­rat zwei Mass­nah­men vor: In ei­ner ers­ten Stu­fe soll der Preis der Au­to­bahn­vi­gnet­te deut­lich er­höht wer­den – die Re­de ist min­des­tens von ei­ner Ver­dopp­lung. In ei­nem zwei­ten Schritt fasst der Bun­des­rat ei­ne Er­hö­hung des Mi­ne­ral­öl­steu­er­zu­schlags ins Au­ge. Das Uvek und das Fi­nanz­de­par­te­ment sol­len das Vor­ge­hen ver­tieft un­ter­su­chen.

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