Thys­sen-Krupp ist auf Kurs

Finanz und Wirtschaft - - AUSLAND - CB

Ja, im lau­fen­den Ge­schäfts­jahr 2010/11 per En­de Sep­tem­ber soll der Um­satz 10 bis 15% stei­gen, und das be­rei­nig­te ope­ra­ti­ve Er­geb­nis (Ebit) soll rund 2 (i. V. 1,2) Mrd. € er­rei­chen. Ja, es ist be­ab­sich­tigt, das Kon­zern­port­fo­lio durch De­ves­ti­tio­nen zu ver­bes­sern und durch wei­te­re Zu­käu­fe zu stär­ken. Und ja, es gilt un­ver­än­dert, dass die Ge­schäfts­ak­ti­vi­tä­ten in dy­na­mi­schen Märk­ten aus­ge­wei­tet wer­den sol­len, na­ment­lich in Chi­na und in In­di­en. Der schei­den­de Vor­stands­vor­sit­zen­de von Thys­senK­rupp, Ek­ke­hard Schulz, hat an sei­nem letz­ten Auf­tritt vor den Ak­tio­nä­ren am Frei­tag in Bochum di­ver­se ver­heis­sungs­vol­le Aus­sa­gen aus jün­ge­rer Zeit be­kräf­tigt.

Der 69-jäh­ri­ge Wirt­schafts­ka­pi­tän hat den Stahl-und In­ves­ti­ti­ons­gü­ter­kon­zern seit der Fu­si­on von Thys­sen und Krupp im Jahr 1999 ge­führt. Mit En­de der Haupt­ver­samm­lung ist die Ver­ant­wor­tung an sei­nen Nach­fol­ger Hein­rich Hie­sin­ger über­ge­gan­gen. Der 50-jäh­ri­ge Hie­sin­ger, ein frü­he­rer Sie­mens-Ma­na­ger, über­nimmt ei­ne Grup­pe, die zu­neh­mend gut auf­ge­stellt ist und sich nach dem kri­sen­be­ding­ten Rück­schlag wie­der auf Kurs be­fin­det. Ers­te An­halts­punk­te zum Ge­schäfts­quar­tal von Ja­nu­ar bis De­zem­ber be­stä­ti­gen das: Auf­trags­ein­gang und Um­satz dürf­ten je mehr als 11 Mrd. € be­tra­gen und da­mit deut­lich über dem je­wei­li­gen Vor­jah­res­wert von 9,33 und 9,35 Mrd. € lie­gen. Zu­dem wer­de für das Quar­tal trotz hö­he­rer An­lauf­ver­lus­te für die neu­en Stahl­wer­ke in den USA und Bra­si­li­en (–300 vs. –71 Mio. € im Vor­jahr) ein be­rei­nig­tes ope­ra­ti­ves Er­geb­nis auf dem Vor­jah­res­ni­veau von 277 Mio. € er­war­tet, sag­te Ek­ke­hard Schulz am Ak­tio­närs­tref­fen.

Auf den Ak­ti­en­kurs blie­ben die Aus­füh­run­gen von Ek­ke­hard Schulz oh­ne nen­nens­wer­ten Ein­fluss – al­les an­de­re als ei­ne Be­stä­ti­gung der Per­spek­ti­ven wä­re von den An­le­gern als Ent­täu­schung auf­ge­nom­men wor­den. So ge­wan­nen die Ak­ti­en Thys­sen-Krupp am Frei­tag bis in die Nach­mit­tags­stun­den 1,3% auf 30.25 €, wäh­rend sich der Dax im sel­ben Zei­t­raum 1% be­fes­tig­te. In ei­nem güns­ti­gen Wirt­schafts­um­feld bleibt wei­te­res, wenn auch nicht über­mäs­si­ges Po­ten­zi­al.

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