Von Fa­zi­li­tä­ten und Mecha­nis­men

Finanz und Wirtschaft - - AUSLAND - AN

We­ni­ge Ta­ge vor der er­war­te­ten ers­ten Emis­si­on von An­lei­hen der Eu­ro­pean Fi­nan­ci­al Sta­bi­li­ty Fa­ci­li­ty (EFSF) ha­ben al­le drei Ra­tin­ga­gen­tu­ren ih­re Triple-A-No­ten be­stä­tigt. Wie im Man­dat vor­ge­se­hen, wird sie zu­nächst 27 Mrd. € am Ka­pi­tal­markt auf­neh­men, um den ers­ten Teil des ge­mein­sa­men Stüt­zungs­pro­gramms von EU und IWF zu­guns­ten Ir­lands mit 18 Mrd. € zu fi­nan­zie­ren. Es ist der bis­her ein­zi­ge Ein­satz des im letz­ten Jahr ge­grün­de­ten Fi­nan­zie­rungs­ve­hi­kels. Ei­gen­tü­mer sind die sieb­zehn Staa­ten der Eu­ro­päi­schen Wäh­rungs­uni­on ge­mäss ih­rem An­teil am Ka­pi­tal der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank. Die EFSF geht En­de Ju­ni 2013 im Eu­ro­pean Sta­bi­li­ty Mecha­nism (ESM) auf, ei­ne per­ma­nen­te Fa­zi­li­tät für Not­kre­di­te an Staa­ten der Eu­ro­zo­ne. An­ders als die EFSF wird der ESM über ei­nen so­ge­nann­ten be­vor­zug­ten Gläu­bi­ger­sta­tus ver­fü­gen, d. h. vor­ran­gig ge­gen­über pri­va­ten Gläu­bi­gern sein und nur hin­ter dem IWF zu­rück­ste­hen.

Wäh­rend der EFSF 440 Mrd. € ga­ran­tiert, deckt der klei­ne­re Eu­ro­pean Fi­nan­ci­al Sta­bi­li­ty Mecha­nism (EFSM) nur 60 Mrd. € ab. Auch er rich­tet sich an Eu­ro­staa­ten, wird aber durch das EU-Bud­get ga­ran­tiert und da­mit von den 27 EU-Mit­glie­dern.

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