Ge­trän­ke­ak­ti­en sind ge­fragt

EU­RO­PA

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - VN

Der DJ Sto­xx durch­lief ei­nen schwa­chen Wo­chen­auf­takt. Seit Frei­tag ver­lor der In­dex 0,3% auf 2664,3.

Im Um­feld ei­nes schwa­chen Ge­samt­markts wa­ren de­fen­si­ve Wer­te ge­fragt. Ei­ne Stu­die von Exa­ne BNP Pa­ri­bas half den Ak­ti­en von gros­sen Spi­ri­tuo­sen­her­stel­lern, die auch im Bran­chen­in­dex DJ Sto­xx Le­bens­mit­tel (unv. auf 351) zu­sam­men­ge­fasst sind. Sek­tor­ge­win­ner wa­ren Per­nod Ri­card (+2,6% auf 71.66 €). Exa­ne BNP er­höh­te das Kurs­ziel von 61 auf 80 € und hob die Be­wer­tung für die Ak­ti­en des Schnaps­bren­ners von «Neu­tral» auf «Über­ge­wich­ten». Die Bank be­grün­de­te die­sen Schritt mit den ver­bes­ser­ten Per­spek­ti­ven für Kon­sum­aus­ga­ben in den USA, wo Per­nod dank der an­ge­streb­ten Markt­kon­so­li­die­rung und der Neu­po­si­tio­nie­rung der Mar­ke «Ab­so­lut» das gröss­te Po­ten­zi­al ha­be. Für Ak­ti­en von Kon­kur­rent Ré­my Co­in­treau (+0,9% auf 50.71 €) be­kräf­tig­te Exa­ne BNP die Emp­feh­lung auf «Über­ge­wich­ten» und setz­te das Kurs­ziel von 58 auf 60 €.

Dia­geo (+3,1% auf 1241 p) be­wer­ten die Fran­zo­sen mit «Neu­tral», wäh­rend Mor­gan St­an­ley die Ak­ti­en des Ge­trän­ke­her­stel­lers zur Über­ge­wich­tung emp­fiehlt. Die Bri­ten sei­en sei­ner An­sicht nach der ein­zi­ge plau­si­ble In­ter­es­sent an der Spi­ri­tuo­sen­spar­te von For­tu­ne Brands, schrieb Ana­lyst Michael Steib. Durch den Ein­stieg in For­tu­ne Brands könn­te Dia­geo die Prä­senz auf dem Bour­bon-Markt in den USA aus­wei­ten. Exa­ne BNP geht da­von aus, dass die stei­gen­den Roh­stoff­kos­ten den Bier­brau­ern min­des­tens kurz­fris­tig zu schaf­fen ma­chen wer­den. Für An­heu­ser-Busch In­bev (+2% auf 41.85 €) liess die fran­zö­si­sche Bank die Ein­stu­fung auf «Neu­tral» und hob das Kurs­ziel von 41.20 auf 45.20 €. «Über­ge­wich­ten» sol­len An­le­ger Carls­berg (+0,6% auf 546 dKr.) und Hei­ne­ken (unv. auf 32.67 €).

Kurs­ab­schlä­ge er­lit­ten SAB Mil­ler (–1,4% auf 2073 p): Die Ti­tel ka­men in Be­wer­tun­gen durch di­ver­se Ban­ken nicht gut weg. Am Mon­tag kur­sier­ten Spe­ku­la­tio­nen um den bri­ti­schen Bier­brau­er, wo­nach er die Bier­spar­te des aus­tra­li­schen Ge­trän­ke­her­stel­lers Fos­ter’s über­neh­men will. Aus­tra­li­sche Me­di­en wol­len von kon­kre­ten Ver­hand­lun­gen wis­sen. Die Ge­rüch­te blie­ben un­kom­men­tiert.

Ei­nem Ar­ti­kel in der fran­zö­si­schen Ta­ges­zei­tung «Les Echos» zu­fol­ge er­wägt der Le­bens­mit­tel­kon­zern Da­no­ne (–0,2% auf 44.74 €) den Kauf des in­di­schen Ba­by­nah­rung­her­stel­lers Dumex In­dia. Falls die Kauf­plä­ne schei­tern soll­ten, wol­le Da­no­ne an­de­re Be­tei­li­gun­gen in In­di­en an­stre­ben. Die Fran­zo­sen nah­men zu den Spe­ku­la­tio­nen bis­her kei­ne Stel­lung.

Die Flut­ka­ta­stro­phe in Aus­tra­li­en und die vie­ler­orts ge­rin­ge­re Ern­te ha­ben die Prei­se für Roh­stof­fe wie Zu­cker, Ge­trei­de oder Ka­kao in die Hö­he ge­trie­ben. Wäh­rend sich Zu­cker­pro­du­zen­ten wie Süd­zu­cker (–2,3% auf 19.24 €) und Ta­te & Lyle (–2% auf 544 p) den ge­stie­ge­nen Zu­cker­preis zu­nut­ze ma­chen kön­nen, lei­den Scho­ko­la­de­her­stel­ler wie Lindt & Sprüng­li (–0,1% auf 29 115 Fr.) oder Bar­ry Cal­le­baut (–2,5% auf 746 Fr.) un­ter der mas­si­ven Ver­teue­rung von Ka­kao. Am Mon­tag hat der Prä­si­dent von El­fen­bein­küs­te, dem gröss­ten Ex­por­teur von Ka­kao (40% des Wel­t­an­teils), die wei­te­re Aus­fuhr von Zu­cker per so­fort ver­bo­ten.

Sto­xx-50-Ge­win­ner/-Ver­lie­rer

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.