De la Rue weist Ober­thur ab

Finanz und Wirtschaft - - IN KÜRZE -

Der bri­ti­sche Welt­markt­füh­rer für No­ten­dru­cke, De la Rue, gibt dem Kon­kur­ren­ten Ober­thur ei­nen Korb. Über das Wo­che­n­en­de of­fe­rier­te die fran­zö­si­sche Si­cher­heits­tech­no­lo­gie­grup­pe die Be­reit­schaft, das An­ge­bot für De la Rue von 905 auf 935 p je Ak­tie zu er­hö­hen (vgl. FuW Nr. 96 vom 8. De­zem­ber). Die auf­ge­stock­te Of­fer­te, die das Un­ter­neh­men mit 926 Mio. £ (1,4 Mrd. Fr.) be­wer­tet, wur­de um­ge­hend als zu nied­rig zu­rück­ge­wie­sen. De la Rue ist, un­ter­stützt von in­sti­tu­tio­nel­len Gross­ak­tio­nä­ren, über­zeugt, über 1000 p je Ti­tel wert zu sein. Nach Schwie­rig­kei­ten in der Pro­duk­ti­on von Si­cher­heits­pa­pier muss­ten die Bri­ten im Au­gust 35 Mio. £ zu­rück­stel­len. Zu­dem wird be­fürch­tet, dass die Ge­schäfts­be­zie­hun­gen mit dem wich­tigs­ten Kun­den – an­geb­lich die in­di­sche No­ten­bank – ge­fähr­det sind. Die Ge­winn­war­nung führ­te da­mals zu ei­nem Kurs­ein­bruch. Ober­thur zog sich nach dem Ab­blit­zen de­fi­ni­tiv zu­rück und darf in den nächs­ten sechs Mo­na­ten kei­ne An­nä­he­rung mehr ma­chen. De la Rue ka­men nach der Be­kannt­ga­be un­ter Druck: Zum Wo­chen­auf­takt ver­lo­ren die Ak­ti­en 12,1% auf 720 p. Der Rück­schlag ist kein Kauf­ar­gu­ment. Der auf An­fang Jahr ein­ge­setz­te CEO Tim Cob­bold muss zu­erst be­wei­sen, dass De la Rue die haus­ge­mach­ten Pro­ble­me ge­löst hat und den be­deu­ten­den Kun­den an sich bin­den kann.

lei­tet seit An­fang 2009 das Kern­for­schungs­zen­trum Cern.

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