Was ma­chen mit 3 Bio. $

Finanz und Wirtschaft - - PODIUM - HF

Ne­ben der Staats­schul­den­kri­se sorgt das ho­he Un­gleich­ge­wicht zwi­schen Ost und West für Ge­sprächs­stoff an den Märk­ten. Mar­kan­te De­fi­zi­te da und ex­or­bi­tan­te Über­schüs­se dort be­ein­flus­sen Ka­pi­tal­strö­me, Wäh­run­gen und An­la­ge­klas­sen mehr, als es ord­nungs­po­li­tisch wünsch­bar und zu ver­tre­ten ist. Im Brenn­punkt steht vor­ab Chi­na, des­sen Aus­sen­han­del der­mas­sen flo­riert, dass sich sei­ne De­vi­sen­re­ser­ven im ver­gan­ge­nen Jahr er­neut kräf­tig um 19% auf 2,85 Bio. $ er­höht ha­ben. Bald wer­den sie 3 Bio. $ über­stei­gen.

Mit ei­ner deut­li­chen Auf­wer­tung des Yu­ans wür­de sich das Un­gleich­ge­wicht im Aus­sen­han­del nor­ma­li­sie­ren. Doch Pe­king han­delt nur zö­ger­lich, wes­halb die An­pas­sung viel zu lan­ge dau­ert. Wäh­rend sich im Wes­ten die Schul­den tür­men, hat Chi­na das Lu­xus­pro­blem, wie es sei­ne Re­ser­ven an­le­gen soll.

Zu­meist sind sie in US-Tre­a­su­ries und -Bills in­ves­tiert. Die­se ren­tie­ren ak­tu­ell zwi­schen 3,4 und 0,14%, was nicht mal die Wäh­rungs­ri­si­ken deckt und Chi­na zur Di­ver­si­fi­ka­ti­on zwingt. Jüngst wur­den Staats­an­lei­hen aus Spa­ni­en und Por­tu­gal er­wor­ben. Ob das ei­ne bes­se­re Wahl sei, blei­be ab­zu­war­ten, hält Eber­hardt Un­ger von Fai­re­se­arch in Frank­furt fest. Er tippt auf Gold, das erst ei­nen An­teil von 1,7% an den chi­ne­si­schen Wäh­rungs­re­ser­ven hat. Auch dürf­te Chi­na ver­mehrt in Ak­ti­en und Roh­stof­fe an­le­gen, da sein Be­darf an Staats­an­lei­hen, wie Un­ger meint, vor­läu­fig ge­deckt zu sein scheint.

©Horsch

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