Wachs­tums­sek­tor In­fra­struk­tur

Finanz und Wirtschaft - - AUSLAND -

Die man­gel­haf­te In­fra­struk­tur war in vie­len Schwel­len­län­dern ei­nes der gröss­ten Hin­der­nis­se auf dem Weg zu mehr Wachs­tum und Wohl­stand. Die­se Zei­ten sind zum Glück vor­bei. Heu­te ver­bin­den mo­der­ne Schnell­stras­sen und Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge Mos­kau und St. Pe­ters­burg, die in­di­sche Ei­sen­bahn be­wäl­tigt enor­me Pas­sa­gier-und Gü­ter­men­gen, afri­ka­ni­sche Te­le­fon­ge­sell­schaf­ten ex­pan­die­ren er­folg­reich aus­ser­halb Afri­kas, und Süd­ame­ri­kas Ver­sor­ger be­lie­fern im­mer mehr Ein­woh­ner mit Strom und Trink­was­ser. Ge­mäss Schät­zun­gen wächst der In­fra­struk­tur­sek­tor in den nächs­ten Jah­ren welt­weit durch­schnitt­lich bis zu 15% jähr­lich.

Die Fol­gen die­ser Pro­jek­te sind für die glo­ba­le Wirt­schaft weit­rei­chend. Neue Tief­see­hä­fen in Ma­rok­ko, Pa­kis­tan und In­di­en be­ein­flus­sen be­reits den glo­ba­len Con­tai­ner­ver­kehr. Chi­ne­si­sche Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge er­schlies­sen Re­gio­nen des Rie­sen­lan­des, an de­nen das Wirt­schafts­wachs­tum bis­lang weit­ge­hend vor­bei­ge­gan­gen ist. Neue Flug­hä­fen in Viet­nam dürf­ten schon in we­ni­gen Jah­ren die Flug­rou­ten in Süd­ost­asi­en ver­än­dern, und neue Öl-und Gas­pipe­lines in Eu­ra­si­en wer­den geo­po­li­ti­sche Kon­se­quen­zen ha­ben.

Die am Aus­bau der In­fra­struk­tur be­tei­lig­ten Un­ter­neh­men konn­ten sich in vie­len Fäl­len an der Bör­se er­folg­reich be­haup­ten. Chi­ne­si­sche In­fra­struk­tur­kon­zer­ne bei­spiels­wei­se über­zeug­ten in den letz­ten Jah­ren mit rie­si­gen und er­folg­rei­chen IPO. In der Volks­re­pu­blik wer­den in den nächs­ten Jah­ren die gröss­ten In­fra­struk­tur­in­ves­ti­tio­nen er­war­tet, so will

Fa­vo­ri­sier­te Ti­tel die Re­gie­rung zum Bei­spiel neun Me­tro­po­len der Perl­fluss-Re­gi­on bis 2016 zu ei­ner ein­zi­gen Me­tro­po­le mit 42 Mio. Ein­woh­nern ver­schmel­zen. In­di­en plant in den nächs­ten Jah­ren ei­ne deut­li­che Stei­ge­rung der In­fra­struk­tur­aus­ga­ben, so ha­ben fast 40% der Haus­hal­te auf dem Sub­kon­ti­nent im­mer noch kei­nen Strom. Hin­zu kommt, dass die al­tern­de In­fra­struk­tur in den In­dus­trie­staa­ten in den nächs­ten Jah­ren für rie­si­ge Sum­men mo­der­ni­siert wer­den muss.

Für An­le­ger bleibt das The­ma lang­fris­tig at­trak­tiv. In­zwi­schen gibt es zahl­rei­che Fonds, die sich dem Sek­tor, der ste­tig wächt, di­ver­si­fi­ziert wid­men. Für den Ro­be­co In­fra­struc­tu­re Equi­ties ist ein­schrän­kend fest­zu­hal­ten, dass mit GE, Sie­mens oder Thys­senK­rupp In­dus­trie­wer­te in den Top 10 ver­tre­ten sind, die es so auch in ei­nem nor­ma­len Blu­eChip-Fonds gibt. Spe­zi­ell auf ei­ne Re­gi­on fo­kus­siert ist der Inve­s­co Asia In­fra­struc­tu­re Fund. Sein Port­fo­lio um­fasst ei­ne Mi­schung asia­ti­scher und glo­ba­ler Gross­un­ter­neh­men. Je­doch könn­te der Fo­kus noch deut­li­cher auf Ti­tel aus­ge­rich­tet sein, die mehr­heit­lich oder un­mit­tel­bar im In­fra­struk­tur­be­reich ak­tiv sind. Kla­rer ist das Pro­fil im DWS In­vest Glo­bal In­fra­struc­tu­re. Die­ses Port­fo­lio bie­tet ei­ne gros­se Län­der-und Bran­chen­di­ver­si­fi­ka­ti­on, wo­bei Bric-Ti­tel (Bra­si­li­en, Russ­land, In­di­en, Chi­na) pro­mi­nent ver­tre­ten sind. Die ge­wähl­ten Ti­tel sind ge­ne­rell mehr­heit­lich ein­deu­tig dem Sek­tor In­fra­struk­tur zu­zu­rech­nen.

AS­SET MA­NAGE­MENT CON­SUL­TING

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.