Ru­he vor der Be­richt­sai­son

EUR­EX Im Vor­feld der Un­ter­neh­mens­zah­len sind Zy­kli­ker ge­fragt

Finanz und Wirtschaft - - WARRANTS/EUREX - MAC­QUA­RIE OP­PEN­HEIM,

Bis Di­ens­tag­mit­tag pen­del­ten sich die eu­ro­päi­schen Ak­ti­en­märk­te um den Vor­ta­ges­schluss ein. Schwä­che­re Si­gna­le ka­men zu­nächst von der Eur­ex. Die Fu­tures auf den Eu­ro Sto­xx 50 und den SMI wie­sen auf wei­ter zu­rück­ge­hen­de Prei­se hin. Erst ge­gen Mit­tag fin­gen sich die bei­den Kon­trak­te auf dem Vor­ta­ges­ni­veau.

Von Ner­vo­si­tät ist nichts zu spü­ren. Der VSMI, der die Vo­la­ti­li­tät der SMI-Op-

Im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät tio­nen er­fasst, fiel un­ter die Mar­ke von 16%. Im Vor­feld der Be­richts­sai­son pro­fi­tier­te ABB von den bes­ser als er­war­tet aus­ge­fal­le­nen Sie­mens-Zah­len und ei­nem Auf­trag im Wert von 93 Mio. $ aus Sau­diA­ra­bi­en. Ein ge­spal­te­nes Bild zeig­te sich an der Eur­ex: Auf ABB ent­fie­len pro vier ge­han­del­ten Call-Op­tio­nen ein Put, in Sie­mens war das Ver­hält­nis um­ge­kehrt. In wei­te­ren Zy­kli­kern wie Al­st­om oder Man

Eur­ex-Um­satz auf Schwei­zer Ba­sis­wer­te ver­lief der Op­ti­ons­han­del ru­hig, die Cal­lÜber­hän­ge ha­ben des­halb we­nig Aus­sa­ge­kraft. Hoch ist wei­ter­hin der Call-Über­schuss in Pa­pie­ren auf OC Oer­li­kon.

Der gan­ze Ver­si­che­rungs­sek­tor sah durch­weg rück­läu­fi­ge Kur­se am Haupt­ta­bleau. Ins­be­son­ders das Ge­schäft mit den Le­bens­ver­si­che­run­gen lei­det wei­ter­hin un­ter den nied­ri­gen Zin­sen. An der Eur­ex hiel­ten sich die Käu­fe von Call-und Pu­tOp­tio­nen auf Swiss Li­fe et­wa die Waa­ge. In Swiss Re und Bâ­loi­se do­mi­nier­ten die Puts. Als Aus­nah­me prä­sen­tier­te sich Mu­nich Re, wo die Calls do­mi­nier­ten. Ei­nen leich­ten Put-Über­hang gab es am Di­ens­tag auch in den Kon­trak­ten auf die Gross­ban­ken CS Group und UBS.

Op­ti­mis­ti­sche Er­war­tun­gen fin­den sich jetzt am ehes­ten in Zy­kli­kern. Adec­co, Cla­ri­ant und Syn­gen­ta sa­hen deut­lich hö­he­res In­ter­es­se in Calls als in Puts. Syn­gen­ta pro­fi­tier­te zu­sätz­lich von ei­nem po­si­ti­ven Ana­lys­ten­kom­men­tar. Der Stel­len­in­dex von Adec­co sta­gniert auf ho­hem Ni­veau und weist auf ei­nen so­li­den Ar­beits­markt hin. Das ist auch po­si­tiv für die Lu­xus-und Uh­ren­kon­zer­ne Ri­che­mont und Swatch. Es do­mi­nier­ten eben­falls Calls.

Am kom­men­den Don­ners­tag gilt die Auf­merk­sam­keit der An­le­ger Lo­gi­tech. Der Kas­sa­markt nahm am Di­ens­tag glän­zen­de Zah­len vor­weg, die Ak­tie sprang gleich 3% hoch. Ei­ne gros­se US-Bank hat­te letz­te Wo­che die Be­richt­er­stat­tung auf­ge­nom­men – und zeig­te sich aber erst ein­mal zu­rück­hal­tend: Der Com­pu­ter-Zu­be­hör­kon­zern ha­be ei­nen star­ken Mar­ken­na­men, gu­tes De­sign und ar­bei­te ope­ra­tiv ex­zel­lent. Aber die stot­ternd ver­lau­fen­den An­fän­ge der Goog­le-TV-Pro­jek­te so­wie die boo­men­den Tablet-Com­pu­ter er­schwe­ren Lo­gi­tech den Ver­kauf des kon­ven­tio­nel­len Zu­be­hörs. Et­was zu­rück­hal­ten­der als an der Schwei­zer Bör­se SIX ist man des­halb an der Eur­ex, wo die Call-Op­tio­nen die Puts im Ver­hält­nis von fünf zu vier do­mi­nie­ren.

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