SAP ma­chen gu­te Fi­gur

FRANK­FURT Schluss­licht Stahl­wer­te – Fre­se­ni­us ab Mon­tag mit Ein­heits­ak­tie

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - DM

So hoch wie seit Mai 2008 nicht mehr sind in der ab­ge­lau­fe­nen Han­dels­wo­che die Ak­ti­en­kur­se ge­stie­gen. Im spä­ten Frei­tags­han­del ge­rie­ten die Kur­se al­ler­dings un­ter Ab­ga­be­druck. Grund wa­ren leicht un­ter den Er­war­tun­gen lie­gen­de US-Kon­junk­tur­da­ten und die Zu­spit­zung der Span­nun­gen in Ägyp­ten. Per sal­do blieb für den Dax im Wo­chen­ver­gleich so ein Ge­winn von 0,6% auf 7102,8.

Com­merz­bank büss­ten 3,6% auf 5.55 € ein. Die Bank teil­te am Frei­tag mit, die Ak­ti­en­an­zahl ha­be sich nach ei­ner Ka­pi­tal­mass­nah­me um 118,14 Mio. auf 1,34 Mrd. er­höht. Da­bei hat der Ban­ken­ret­tungs­fonds Soff­in aus sei­ner stil­len Ein­la­ge von 16,4 Mrd. € rund 221 Mio. € in Ak­ti­en ge­wan­delt. Freund­lich ten­dier­ten die Au­to­wer­te: BMW pro­fi­tier­ten von ver­schie­de­nen Ana­lys­ten­emp­feh­lun­gen und rück­ten 2,5% auf 57.10 € vor, wäh­rend Volks­wa­gen Vz gar 5,6% auf 120.40 € noch oben streb­ten. Sor­gen be­rei­tet der­zeit nur die Zu­lie­fer­in­dus­trie: Sie kommt mit den Auf­trä­gen kaum nach. Die Lie­fer­si­tua­ti­on sei sehr an­ge­spannt, sag­te Daim­ler-Chef Die­ter Zet­sche am Don­ners­tag zu Reuters. Volks­wa­gen muss am Mon­tag im Werk Wolfs­burg die Pro­duk­ti­on we­gen feh­len­der Tei­le kurz­fris­tig un­ter­bre­chen.

Am Frei­tag­mor­gen wur­de der Han­del in den Stamm-und Vor­zugs­ak­ti­en von Fre­se­ni­us ein­ge­stellt. Grund da­für war die Um­stel­lung in ei­ne Kom­man­dit­ge­sell­schaft (KGaA) und da­mit ver­bun­den die Ein­füh­rung ei­ner Ein­heits­stamm­ak­tie (vgl. Sei­te 16). Da­mit steigt der Streu­be­sitz deut­lich an, und das Ge­wicht im Dax er­höht sich. In­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren, die den In­dex nach­bil­den, müs­sen nach­kau­fen. Die neu­en Stamm­ak­ti­en wer­den ab Mon­tag ge­han­delt. Fre­se­ni­us Vz zo­gen im Wo­chen­ver­gleich 5,2% auf 63.55 € an, die (al­ten) Stäm­me 6% auf 63.50 €.

Bayer hat ein Ko­ope­ra­ti­ons­ab­kom­men mit der in­di­schen Zy­dus Ca­di­la ab­ge­schlos­sen. Ein 50:50-Ge­mein­schafts­un­ter­neh­men (Bayer Zy­dus Phar­ma) soll vor al­lem Me­di­ka­men­te in Wo­men’s He­alth­ca­re, dia­gnos­ti­sche Bild­ge­bung, Herz-Kreis­laufEr­kran­kun­gen, Dia­be­tes-Be­hand­lung und On­ko­lo­gie ver­kau­fen. Da­zu zäh­len auch der Blut­ge­rin­nungs­hem­mer Xar­el­to, das Krebs­prä­pa­rat Nexa­var und das Ver­hü­tungs­mit­tel Yaz/Yas­min. Den­noch ga­ben die Ak­ti­en 1,7% auf 53.56 € nach.

SAP avan­cier­ten 5% auf 42.15 €. Zu­ver­sicht­li­che Aus­sa­gen des Vor­stands an der Bi­lanz­pres­se­kon­fe­renz vom Mitt­woch tru­gen das Ih­re da­zu bei (vgl. Sei­te 31). Der Tec-Dax-Wert Soft­ware ver­teu­er­te sich un­ter­stützt durch die gu­ten Jah­res­zah­len vom Don­ners­tag 11,7% auf 113.05 €.

Zu den Schluss­lich­tern vom Frei­tag zähl­ten die Stahl­wer­te Thys­sen-Krupp (im Wo­chen­ver­gleich –1,6% auf 29.48 €) und Salz­git­ter (MDax, +2,6% auf 60 €). Auf die Kur­se ge­drückt hat­te ei­ne nach un­ten re- vi­dier­te Pro­gno­se des Bran­chen­nach­barn Nip­pon Steel, der hö­he­re Be­schaf­fungs­kos­ten als Grund nann­te (vgl. Sei­te 37).

Dou­glas Hol­ding ge­wan­nen 1,3% auf 39.53 €. Gross­ak­tio­när Er­win Mül­ler hat sei­nen An­teil auf über 10% auf­ge­stockt und an­ge­kün­digt, er wol­le bis 15% ge­hen (vgl. FuW vom Mitt­woch). Dou­glas-Chef Hen­ning Kre­ke er­klär­te ge­gen­über der «FAZ», er er­war­te, dass spä­tes­tens ab ei­nem An­teil über 15% das Kar­tell­amt auf­merk­sam wer­den dürf­te. Die Mül­ler-Dro­ge­ri­en ver­kau­fen eben­falls Par­füms. Kre­ke be­teu­er­te fer­ner, das Ver­hält­nis mit der Oet­ker-Grup­pe, die 25,8% hält, sei har­mo­nisch. Kre­ke selbst und sein Va­ter hal­ten 12,1%, so­dass ei­ne feind­li­che Über­nah­me durch Mül­ler na­he­zu aus­ge­schlos­sen ist.

Die Ti­tel der Me­di­en­grup­pe High­light Com­mu­ni­ca­ti­ons ge­wan­nen im SDax 4,8% auf 4.40 €. Am Frei­tag star­te­te ein Ak­ti­en­rück­kauf. Gros­se Be­stür­zung aus­ge­löst hat da­ge­gen die Nach­richt, dass am Mon­tag un­er­war­tet der deut­sche Fil­me­ma­cher und High­light-Ge­schäfts­part­ner Bernd Eichin­ger ver­stor­ben ist (vgl. Sei­te 35).

Am Ob­li­ga­tio­nen­markt sank die Ren­di­te zehn­jäh­ri­ger Staats­an­lei­hen im Wo­chen­ver­gleich von 3,18 auf 3,15%.

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