BP droht Wi­der­stand in Russ­land

LONDON Schwa­che Phar­ma­ti­tel – Auf­wärts­trend in Som­mer­bu­chun­gen bei TUI Tra­vel

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN EUROPA - CP

Ge­gen En­de des ers­ten Mo­nats im neu­en Jahr ha­ben die An­le­ger ih­re Ri­si­ko­lust et­was ver­lo­ren. Seit zwei Wo­chen no­tiert der FTSE-100-In­dex wie­der meist un­ter 6000, ei­ne Hür­de, die am ers­ten Han­dels­tag spie­lend ge­nom­men und län­ge­re Zeit ge­hal­ten wur­de. Der Foot­sie ging auf 5881,4 ins Wo­che­n­en­de ( Ve­rän­de­rung seit Frei­tag der Vor­wo­che: –0,3%).

Am Bond­markt wa­ren die Teil­neh­mer be­schäf­tigt, sich ei­nen Reim auf die schwa­che Wirt­schaft im vier­ten Quar­tal und die ho­he In­fla­ti­ons­ra­te zu ma­chen. Der Chef der No­ten­bank, Mer­vyn King, warn­te in ei­ner Re­de, in der er die Geld­po­li­tik ver­tei­dig­te, dass die Teue­rung auf bis 5% stei­gen kön­ne. Mitt­ler­wei­le, das zeigt das Pro­to­koll der letz­ten Sit­zung des neun­köp­fi­gen Geld­po­li­tik­aus­schus­ses, sind schon zwei Mit­glie­der für ei­ne Zins­er­hö­hung. Die Ren­di­ten der zehn­jäh­ri­gen Staats­an­lei­hen ga­ben auf 3,65% nach (–4 Ba­sis­punk­te im Wo­chen­ver­gleich).

Der No­tie­rung des Erd­öl­kon­zerns BP (Ak­ti­en: –2,1% auf 486,8 p) konn­ten die Me­dien­be­rich­te am Frei­tag nichts an­ha­ben. Die «Fi­nan­ci­al Ti­mes» be­rich­te­te, dass der lo­ka­le Part­ner im Russ­land-Jo­int­Ven­ture TNK-BP ge­richt­lich ge­gen die stra­te­gi­sche Al­li­anz von BP und dem rus­si­schen Öl­kon­zern Ros­neft zur Aus­beu­tung neu­er Öl­vor­kom­men in der Ark­tis vor­ge­hen will. Füh­ren­de Fi­gur des rus­si­schen Jo­int-Ven­ture-Part­ners ist Mik­hail Frid­man. Zu den Part­nern ge­hört auch die Schwei­zer Grup­pe Re­no­va von Vic­tor Vek­sel­berg. Am kom­men­den Di­ens­tag rap­por­tiert BP die Jah­res­zah­len, zwei Ta­ge spä­ter folgt Kon­kur­rent Roy­al Dutch Shell (+2,8% auf 2202,5 p).

Der Phar­ma­kon­zern As­tra Ze­ne­ca (+2,6% auf 3042,5p) leg­te am Don­ners­tag bes­se­re Zah­len vor als er­war­tet, dämpf­te aber die Er­war­tun­gen für das lau­fen­de Jahr, in dem mit ei­nem Um­satz­rück­gang ge­rech­net wird. Ent­schä­digt wer­den die Ak­tio­nä­re mit ei­nem Ak­ti­en­rück­kauf­pro­gramm, des­sen Vo­lu­men auf 4 Mrd. $ ver­dop­pelt wird. Die mit­tel­fris­ti­gen Zie­le bis 2014 blei­ben da­ge­gen weit­ge­hend un­ver­än­dert; die Ver­käu­fe soll­ten in der Band­brei­te von 28 bis 34 Mrd. $ lie­gen (vgl. Sei­te 33). Am Frei­tag gab der Kurs von Gla­xo Smith Kli­ne (–1,1% auf 1143,5 p) nach. Das Schwei­zer Bio­tech-Un­ter­neh­men Ac­te­li­on stopp­te die Ent­wick­lung ei­nes ge­mein­sam vor­an­ge­brach­ten Mit­tels ge­gen Schlaf­lo­sig­keit nach Pro­ble­men in kli­ni­schen Tests.

Der Sa­tel­li­ten-TV-und Heim­netz­werk­an­bie­ter BSkyB (+1,2% auf 760 p) hat im ers­ten Se­mes­ter, das bis En­de De­zem­ber dau­ert, den Ge­winn 19% ge­stei­gert. Das ra­sche Wachs­tum dürf­te den Preis für ein An­ge­bot für die 61% der Ak­ti­en, die noch nicht News Corp von Ru­pert Mur­doch ge­hö­ren, in die Hö­he trei­ben. Noch ist un­klar, ob News Corp über­haupt die Mehr­heit über­neh­men darf, we­gen Be­fürch­tun­gen über die Me­di­en­viel­falt in Bri­tan­ni­en.

Eu­ro­pas gröss­ter Rei­se­an­bie­ter TUI Tra­vel (–2,7% auf 259,8 p) mel­de­te stark ge­stie­ge­ne Bu­chun­gen für die Som­mer­sai­son so­wie ein bes­se­res Er­geb­nis im ers­ten Quar­tal (bis En­de De­zem­ber), in dem sai­son­be­dingt ein Ver­lust klafft. Der ver­gleich­ba­re Ver­lust sei um 20 Mio. £ (30 Mio. Fr.) ge­rin­ger als im Vor­jahr.

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