Rück­zah­lun­gen

Finanz und Wirtschaft - - BÖRSEN ÜBERSEE - IFP FUND MA­NAGE­MENT

Ein­mal mehr hat die­se Wo­che ein Un­ter­neh­men der spe­ku­la­ti­ven Qua­li­tät (Non In­vest­ment Gra­de) für Auf­se­hen ge­sorgt: Im­mo­fi­nanz, der gröss­te Im­mo­bi­li­en­in­ves­tor Ös­ter­reichs, plant ei­nen Rück­kauf über zwei Drit­tel der aus­ste­hen­den Eu­ro­wan­del­an­lei­hen mit ei­nem Vo­lu­men von 773 Mio. €: Da­von be­trof­fen sind die bei­den Pa­pie­re 23⁄ 4% Im­mo­fi­nanz 2014 (Isin: XS0283649977) so­wie 11⁄ 4% Im­mo­fi­nanz 2017 (Isin: XS0332046043). Die Ge­sell­schaft will zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt ei­nen neu­en Wand­ler auf den Markt brin­gen. So er­freu­lich sich die aus­ste­hen­den Wan­del­an­lei­hen durch die­se An­sa­ge ent­wi­ckelt ha­ben – die An­le­ger wer­de den­noch mit Ar­gus­au­gen die Kon­di­tio­nen ei­ner neu­en Wan­del­an­lei­he die­ses Emit­ten­ten prü­fen. Denn er­in­nern wir uns dar­an, dass das Un­ter­neh­men in der Kri­se von 2008 fast zu Grun­de ge­gan­gen ist.

Ei­ne wei­te­re in­ter­es­san­te Ent­wick­lung ist in den im­pli­zi­ten Volatilitäten der Wan­del­an­lei­hen im hy­bri­den Seg­ment zu be­ob­ach­ten. Die­se Wand­ler wei­sen grund­sätz­lich die höchs­te Kon­ve­xi­tät auf und ha­ben sich durch die ge­stie­ge­ne Nach­fra­ge in den ver­gan­ge­nen Wo­chen im eu­ro­päi­schen Markt­um­feld in der Ge­samt­heit 0,7 Punk­te ver­bes­sert. Die gröss­te po­si­ti­ve Ve­rän­de­rung er­reich­te 25⁄ 8% Lu­ko­il 2015 (Isin: XS0563898062) mit ei­nem An­stieg der im­pli­zi­ten Vo­la­ti­li­tät von 5,8 Punk­ten. An zwei­ter Stel­le fin­den wir 17⁄ 8% In­dus­tri­vär­den 2017 (Isin: XS0579438663) mit ei­nem Plus von 3,4 Punk­ten. Dem­ge­gen­über wa­ren aber auch Be­wer­tungs­ein­bus­sen zu ver­zeich­nen. Die gröss­te ne­ga­ti­ve Ve­rän­de­rung ver­zeich­ne­te 23⁄ 4% MTU Ae­ro 2012 (Isin: DE000A0G5NW4) mit –3,2 Punk­ten in der im­pli­zi­ten Vo­la­ti­li­tät, ge­folgt von 33⁄ 4% Ce­le­sio 2014 (Isin: DE000A1AN5K5) mit –3,1 Punk­ten. Die­se be­acht­li­chen Schwan­kun­gen zei­gen un­ter an­de­rem, wie wich­tig die ent­spre­chen­de Prü­fung der Wan­del­an­lei­hen ist. Ne­ben der grund­sätz­li­chen Er­hö­hung der im­pli­zi­ten Vo­la­ti­li­tät und der ge­sun­den Ent­wick­lung der Kre­dit­auf­schlä­ge für Un­ter­neh­mens­an­lei­hen zeigt sich auch der Ak­ti­en­markt freund­lich. Glaubt man den Vor­her­sa­gen, kann hier noch ei­ni­ges an po­si­ti­ver Per­for­mance für die Wan­del­an­lei­hen er­war­tet wer­den. Und ob­schon ih­re Be­wer­tung durch die Nach­fra­ge ge­stie­gen ist, kann da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass in den meis­ten Ti­teln des Uni­ver­sums das Ni­veau ge­hal­ten wer­den kann. Al­ler­dings muss die­ser Ren­di­te­fak­tor mit ent­spre­chen­der Skep­sis in die Kal­ku­la­ti­on ein­be­zo­gen wer­den. Ein do­mi­nan­ter Per­for­man­ce­trei­ber wird wohl die Ak­ti­en­kurs­ent­wick­lung sein, ne­ben der of­fen­sicht­lich ver­mehr­ten Fä­hig­keit von Un­ter­neh­men, ih­re Wan­del­an­lei­hen vor­zei­tig zu­rück­zu­zah­len und sich auf in­ter­es­san­te­rem Ni­veau zu re­fi­nan­zie­ren.

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