Re­kord­um­satz für Tit­lis­bah­nen

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZ - GA

Die im Som­mer 2010 von ei­nem Be­trugs­fall er­schüt­ter­ten Tit­lis­bah­nen prä­sen­tie­ren für das Ge­schäfts­jahr 2009/10 ei­nen re­kord­ho­hen Um­satz und ein sehr er­freu­li­ches Be­triebs­er­geb­nis. We­gen des Be­trugs muss­ten aber 10,2 Mio. Fr. ab­ge­schrie­ben wer­den, was das Re­sul­tat be­las­te­te. Dank der ope­ra­ti­ven Leis­tung mit ei­ner Ebit-Mar­ge von 24,4% blieb die Berg­bahn­ge­sell­schaft in den schwar­zen Zah­len. Aus dem Ge­winn von 1,3 (5,7) Mio. Fr. und den vor­han­de­nen Re­ser­ven wird ei­ne un­ver­än­der­te Di­vi­den­de von 60 Fr. je Ak­tie aus­ge­schüt­tet.

Ei­ne von gu­ten Schnee­ver­hält­nis­sen be­güns­tig­te Win­ter­sai­son und die Zu­nah­me von Tou­ris­ten aus Asi­en lies­sen den Um­satz 17,6% auf 51,9 Mio. Fr. stei­gen. Be­son­ders der Gäs­testrom aus Chi­na (plus mehr als 50%) füll­te die Kas­sen. Der Ver­kehrser­trag er­höh­te sich 18,6% auf 32,5 Mio. Fr. Un­ter­pro­por­tio­nal stei­gen­de Be­triebs­kos­ten und kon­stan­te Ab­schrei­bun­gen ho­ben den Be­triebs­ge­winn (Ebit) 72% auf 12,7 Mio. Fr.

Die Un­ter­su­chung des Be­trugs­falls in der Fi­nanz­ab­tei­lung (vgl. FuW Nr. 50 vom 30. Ju­ni 2010) ist noch nicht ab­ge­schlos­sen. Ob und in wel­chem Um­fang es ge­lingt, die auf das Kon­to ei­ner un­durch­sich­ti­gen Ge­sell­schaft in Ma­cau über­wie­se­nen Gel­der zu­rück­zu­er­hal­ten, ist un­ge­wiss. Die An­wäl­te der Tit­lis­bah­nen sind mit dem Jus­tiz­de­par­te­ment in der chi­ne­si­schen Ka­si­no­me­tro­po­le in Kon­takt. We­gen des Ver­lusts, der durch die man­geln­de Auf­sicht von Ge­schäfts­lei­tung und Ver­wal­tungs­rat be­güns­tigt wur­de, be­zahlt die Ge­sell­schaft den be­trof­fe­nen Gre­mi­en kei­nen Bo­nus.

Nach ei­nem gu­ten Start in die Win­ter­sai­son ist die un­ter neu­er Lei­tung ste­hen­de Ge­sell­schaft (Nor­bert Patt CEO, Es­t­her Schnei­der CFO) zu­ver­sicht­lich für das lau­fen­de Ge­schäfts­jahr. Der Bu­chungs­stand aus Asi­en ist viel ver­spre­chend, auch hat sich der star­ke Fran­ken noch nicht spür­bar auf den Ge­schäfts­gang aus­ge­wirkt. Die Wachs­tums­aus­sich­ten sind in­takt. Wir er­war­ten, dass der Ge­winn über dem Wert von 2008 zu lie­gen kom­men wird. Un­se­re Schät­zung lau­tet auf 140 Fr. Ge­winn je Ak­tie. Die zu 4% ren­tie­ren­den Ti­tel sind mit ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis 11 nicht über­teu­ert.

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