Zu­ver­läs­si­ge Lu­zer­ner Kan­to­nal­bank

SCHWEIZ Hö­he­rer Ge­winn, ge­hal­te­ne Di­vi­den­de – Ge­mäss CEO wird 2012 «an­spruchs­vol­ler»

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - AR­NO SCHMOCKER

Die Lu­zer­ner Kan­to­nal­bank zeigt über die Jah­re ei­ne be­ein­dru­cken­de Kon­stanz. 2011 war kei­ne Aus­nah­me. Trotz schwie­ri­ger wer­den­den Rah­men­be­din­gun­gen wur­den die Schlüs­sel­zah­len ge­hal­ten oder ver­bes­sert. Die Di­vi­den­de be­trägt un­ver­än­dert 11 Fr. je Ak­tie, wo­mit stra­te­gie­kon­form die Hälf­te des Ge­winns an die Ak­tio­nä­re aus­ge­schüt­tet wird.

Die LUKB ist auf Kurs, die Fi­nanz­zie­le 2011 bis 2015 zu er­fül­len. Sie wa­ren auf­grund der ver­schärf­ten Rah­men­be­din­gun­gen teil­wei­se nach un­ten an­ge­passt wor­den. Punk­to Ei­gen­ka­pi­tal­ren­di­te ist

Un­ter­neh­mens­zah­len die In­ner­schwei­zer Kan­to­nal­bank eher im un­te­ren Be­reich des Ziel­bands von 9 bis 14% an­ge­langt. Das über­rascht mit Blick auf die nied­ri­gen Zin­sen und den fort­wäh­ren­den Ka­pi­tal­auf­bau nicht wirk­lich. Auch in Be­zug auf die Ge­winn­vor­ga­be – ein Über­schuss von 890 Mio. Fr. (50 Mio. mehr als in den fünf Jah­ren zu­vor) bis 2015 – ist die LUKB gut un­ter­wegs. Das Kos­ten-er­trags-ver­hält­nis blieb mit 46,7% deut­lich un­ter dem Ziel von 50%, was der Ef­fi­zi­enz der Bank ein gu­tes Zeug­nis aus­stellt.

Der Zins­sal­do konn­te 2011 auf ho­hem Ni­veau noch ein­mal ver­bes­sert wer­den. Die Mar­gen blie­ben sta­bil, die Ab­si­che­rung ge­gen Zins­än­de­run­gen trug viel zum

Lu­zer­ner Kan­to­nal­bank N gu­ten Er­geb­nis bei. An der strik­ten Kre­dit­ver­ga­be­po­li­tik ha­be sich nichts ge­än­dert, be­ton­te CEO Ber­nard Ko­bler. Die Aus­leih­kri­te­ri­en sei­en eher ver­schärft wor­den. Gleich­wohl wuchs die LUKB im Hy­po­the­kar­ge­schäft mit 5,7% plan­ge­mäss leicht über dem Markt. Die Po­si­ti­on Wert­be­rich­ti­gun­gen, Rück­stel­lun­gen und Ver­lus­te blieb auf his­to­risch ge­rin­gem Stand. Ko­bler sieht in Be­zug auf Kre­dit­aus­fall­ri­si­ken «im Mo­ment kei­ne grös­se­ren Pro­ble­me» auf die Bank zu­kom­men.

Ge­lit­ten hat der Kom­mis­si­ons­er­trag. Auch das ist nicht er­staun­lich, wird doch das Pri­va­te Ban­king neu jus­tiert. Als Fol­ge der In­te­gra­ti­on der Bank Ad­ler ver­lies­sen vie­le Be­ra­ter mit­samt Kun­den und Gel­dern die Grup­pe. Zu­dem wur­de der Stand­ort Chi­as­so ge­schlos­sen. Der LUKB ge­lang es aber, die Er­trags­ein­bus­se mit ei­ner Kos­ten­sen­kung von 5% wett­zu­ma­chen.

Für 2012 rech­net die Bank mit ei­nem Ge­winn in gleich­blei­ben­der Grös­sen­ord­nung, doch wird das Jahr ge­mäss Ko­bler «noch an­spruchs­vol­ler». «Fi­nanz und Wirt­schaft» er­war­tet ei­nen wie­der­um leicht hö­he­ren Ge­winn.

Die mitt­ler­wei­le über 31 000 Teil­ha­ber sind an ei­ner so­li­den Bank be­tei­ligt. Über die ver­gan­ge­nen fünf Jah­re be­trug der To­tal Re­turn (Aus­schüt­tung plus Wert­ver­än­de­rung der Ak­tie) im Schnitt 7,6%. Auf Ba­sis der be­an­trag­ten Di­vi­den­de ren­tie­ren die Pa­pie­re 3,5%. Die Be­wer­tung ist im Feld der ko­tier­ten Deutsch­schwei­zer Kan­to­nal­ban­ken kon­kur­renz­fä­hig. Die LUKB zählt zu den kon­stan­tes­ten Kan­to­nal­ban­ken – kon­stant nicht et­wa im Sinn von sta­gnie­rend, son­dern von ste­tig bes­ser.

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