Ist Por­tu­gal der nächs­te Pa­ria?

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Die ak­tu­el­len Stac­ca­to­ral­lys grün­den auf der LTRO (Lon­ger Term Re­fi­nan­cing Ope­ra­ti­on) der eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB). Seit En­de De­zem­ber kön­nen Ban­ken dort für drei Jah­re bil­lig an den Stoff kom­men, aus dem ih­re Träu­me sind: Li­qui­di­tät, die sie in hö­her ren­tie­ren­de Staats­an­lei­hen in­ves­tie­ren. Die­se kön­nen sie aber­mals bei der EZB als Col­la­te­ral hin­ter­le­gen – ge­gen Li­qui­di­tät. Trotz des Ri­si­kos von Nach­schuss­pflich­ten (Mar­gin Calls) und Ab­si­che­rung durch Kre­dit­de­ri­va­te (CDS) kos­ten Staats­an­lei­hen in der Bi­lanz im­mer noch we­nig, da sie nicht mit Ri­si­ko­ka­pi­tal hin­ter­legt wer­den müs­sen.

Die ein­zi­gen Prä­mi­en auf Kre­dit­ver­si­che­run­gen (CDS), die nicht von der LTRO pro­fi­tie­ren konn­ten, wa­ren je­ne auf por­tu­gie­si­sche Staats­an­lei­hen. Sie stei­gen wei­ter steil an. Kau­fen Ban­ken noch por­tu­gie­si­sche Staats­an­lei­hen? Die zwei­jäh­ri­gen schei­nen auf die LTRO re­agiert zu ha­ben, zehn­jäh­ri­ge da­ge­gen kaum (vgl. Gra­fik). An­der- seits sind es ge­ra­de die kurz­fris­ti­ge­ren Ren­di­ten, die seit Mitte Ja­nu­ar hoch­ge­schnellt sind. Sie ste­hen be­reits dort, wo Grie­chen­land vor ei­nem Jahr stand. Kriecht un­ter dem Li­qui­di­täts­tep­pich am Markt lang­sam

Staats­an­lei­hen Por­tu­gal

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