Roh­öl ist ge­fähr­lich teu­er

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - ET

Ei­ner­seits rutscht Eu­ro­pa in ei­ne Re­zes­si­on, und das Wirt­schafts­wachs­tum Chi­nas und an­de­rer Schwel­len­län­der ver­lang­samt sich deut­lich. Das schlägt sich in den nach un­ten re­vi­dier­ten Pro­gno­sen für den Öl­ver­brauch 2012 nie­der. An­der­seits geht es der Us-kon­junk­tur wie­der et­was bes­ser, und der Kon­flikt mit Iran hält die Öl­märk­te un­ter Span­nung. Die Kräf­te, die am Preis des schwar­zen Gol­des zer­ren, hal­ten sich jüngst die Waa­ge. Die eu­ro­päi­sche Sor­te Brent no­tier­te in den letz­ten drei Mo­na­ten in der Span­ne zwi­schen 104 und 114 $ pro Fass, im Ja­nu­ar hat sich die Band­brei­te auf 110 bis 114 $ ver­engt. Das Us-roh­öl WTI kos­tet gut 10 $ we­ni­ger.

Die sich ver­schär­fen­den geo­po­li­ti­schen Ri­si­ken schei­nen die Markt­teil­neh­mer schon seit län­ge­rem ein­ge­preist zu ha­ben. Tritt das von der EU ver­häng­te Ölem­bar­go für Iran im Som­mer in Kraft, dürf­ten die Prei­se den­noch stei­gen. Der Ge­ne­ral­se­kre­tär der Opec, Ab­dal­la El-ba­dri, warn­te am Di­ens­tag in London vor der Schwie­rig­keit, den Aus­fall Irans zu kom­pen­sie­ren und be­stä­tig­te das von Sau­di­Ara­bi­en vor zwei Wo­chen an­ge­ge­be­ne Kurs­ziel von 100 $.

Kon­junk­tur und Öl­preis sind eng mit­ein­an­der ver­floch­ten. Der Preis steigt mit der Pro­spe­ri­tät der Wirt­schaft, kann sie ab ei­ner be­stimm­ten Hö­he je­doch ab­wür­gen. Das Opec-kurs­ziel von 100 $ kommt die­ser Gren­ze na­he.

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