Das Emis­si­ons­feu­er­werk blieb aus

LE­AGUE TA­BLE IM JA­NU­AR

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - TOMMASO MANZIN

Ei­gent­lich durf­te man in­mit­ten der glo­ba­len Patt­si­tua­ti­on nichts An­de­res er­war­ten: Das tra­di­tio­nel­le Emis­si­ons­feu­er­werk blieb aus. Zwar kam der Markt kaum je zum Er­lie­gen, auch Pre­mie­ren und Ta­ge mit vol­ler Ta­bel­le fehl­ten nicht. Und doch: Die­ser Ja­nu­ar war der zweit­schlech­tes­te in zehn Jah­ren – nach dem Dot-com-kri­sen­jahr 2001. Das An­ge­bot un­ter­strich das Di­lem­ma: Stra­te­gisch bleibt vie­len In­ves­to­ren nur die Po­si­tio­nie­rung in Qua­li­tät. Da­mit eli­mi­nie­ren sie zu­sam­men ge­nau das, was sie bräuch­ten: Ren­di­te.

Den An­fang mach­ten Ei­gen­an­lei­hen der Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) und des Schwes­ter­in­sti­tuts aus Frei­burg. Für sechs Jah­re güns­tig fi­nan­zie­ren konn­te sich ABB, Kan­ton Genf bot für zehn Jah­re mehr den­sel­ben Cou­pon von 11⁄ 2%, mit um zwei Notch hö­he­rem Ra­ting (AA–). Der ers­te Aus­län­der, EIB, kam noch vor der Rück­stu­fung der ga­ran­tie­ren­den Staa­ten. Für sie­ben Jah­re gab es et­was über 1%. Der fran­zö­si­sche Bau­kon­zern Vin­ci (BBB+) zahl­te für zehn Jah­re 42 Ba­sis­punk­te (Bp) über Swap. Ei­ne hal­be Mil­li­ar­de hol­te sich GECC (AA+). Mit 100 Bp war der Fi­nan­z­arm des Misch­kon­zerns im Ver­gleich gross­zü­gig. Mick­ri­ge 1% bot NWB.

Es ging wei­ter mit Qua­li­tät, un­ter­bro­chen von Ver­su­chen, Spre­ad zu lie­fern. Letz­te­res war nicht das Ziel des Hattricks der Pfand­brief­bank, der Spre­ad zum Swap war prak­tisch in­exis­tent. Auch Triple-aRa­bo­b­ank kam nicht aus Ver­zweif­lung. Ban­ken ho­her Bo­ni­tät sind ge­fragt, da an­de­re kaum am Markt auf­zu­tre­ten wa­gen.

Flug­ha­fen­be­trei­ber BAA, der ers­te De­bü­tant des Jahrs, bot mit A– im­mer­hin 200 Bp. Das zwei­te De­büt liess nicht lan­ge auf sich war­ten – da­bei han­delt es sich um ei­ne Ge­sell­schaft, de­ren Ziel es ei­gent­lich ist, mög­lichst bald wie­der zu ver­schwin­den: FMS ist die Ab­wick­lungs­ge­sell­schaft der Ri­si­ko­po­si­tio­nen von Hy­po Re­al Es­ta­te und von Deutsch­land ga­ran­tiert – teu­er.

Mitte Mo­nat be­gann sich das Hy­bri­dSeg­ment zu­rück­zu­mel­den, zu­nächst von Ban­ken­sei­te mit ZKB, ge­gen En­de mit dem Rück­ver­si­che­rer Swiss Re. ZKB bot mit ei­nem Cou­pon von 3½% mas­siv we­ni­ger als et­wa CS im ver­gan­ge­nen Jahr.

Das In­land­seg­ment liegt mit ei­nem Vo­lu­men von gut 3,72 Mrd. Fr. zwar über dem sehr schwa­chen De­zem­ber (2,54 Mrd.), aber un­ter dem Vor­jah­res­mo­nat (4,156 Mrd.), wo­bei die Dif­fe­renz vor al­lem von der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank (SNB) stammt. Die An­zahl An­lei­hen (23) ist zum Vor­jahr (20) hö­her, was ge­rin­ge­re Trans­ak­ti­ons­grös­sen spie­gelt. Das Aus­land­seg­ment schliesst mit rund 4,75 Mrd. Fr. mas­siv un­ter Vor­jahr (7,815 Mrd.), wenn­gleich klar hö­her als im De­zem­ber 2011 (2,5 Mrd.). Ins­ge­samt liegt der Ja­nu­ar 30% hin­ter dem Vor­jahr zu­rück.

Emis­sio­nen Ja­nu­ar

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