In ei­ner Tran­si­ti­ons­pha­se

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - RO­LAND VOGT

Seit dem Tief vom 24. No­vem­ber leg­ten Ro­che GS knapp 25% auf 166.50 Fr. zu. In un­se­rer Ana­ly­se vom 31. De­zem­ber ka­men wir zum Schluss, dass der Phar­ma­Ti­tel «noch Po­ten­zi­al bis 165/169 Fr. be­sitzt», be­fin­de er sich doch in der Schluss­pha­se der im März 2011 ge­star­te­ten Er­ho­lung.

Wäh­rend Tren­dend­pha­sen geht es im­mer hit­zig zu und her. Die ei­ne Markt­teil­neh­mer­sei­te wirft be­kann­te Fak­ten als as­so­zia­ti­ven Hand­lungs­grund ins Feld. Sie un­ter­stellt der an­de­ren da­mit, die­se Fak­ten nicht zu ken­nen. Doch vi­el­leicht be­trach­tet die­se die Din­ge bloss in ei­nem an­de­ren Zeit­ho­ri­zont.

Ro­che GS

Zwi­schen Mitte De­zem­ber und Mitte Ja­nu­ar bil­de­te sich im Kurs­ver­lauf von Ro­che ei­ne Ri­sing Wedge aus. Oft wer­den die­se Struk­tu­ren von ne­ga­ti­ven Di­ver­gen­zen be­glei­tet, was dann die mög­li­cher­wei­se un­zu­tref­fen­de In­ter­pre­ta­ti­on

Ro­che GS ei­ner le­dig­lich Wedge-ähn­li­chen Kon­stel­la­ti­on zu­sätz­lich stützt. Im Chart sind die­se Di­ver­gen­zen zu se­hen. Si­tua­tio­nen mit ei­nem sol­chen Set­ting sind aus­ge­reizt – und je aus­ge­reiz­ter ei­ne Si­tua­ti­on ist, des­to we­ni­ger er­trägt es.

Es gibt vor­über­ge­hend kei­ne Nach­richt, die Ro­che zu wei­te­ren Kurs­stei­ge­run­gen ver­hel­fen könn­ten. Aber vie­le, die ge­fähr­lich wer­den kön­nen. So­fern das An­la­ge­ziel einst war, das sich im Mehr­mo­nats­ho­ri­zont bie­ten­de Auf­wärts­po­ten­zi­al zu nut­zen, kann sich der In­ves­tor jetzt vom Ti­tel tren­nen.

Die jüngst wie­der leicht rück­läu­fi­gen Kur­se ha­ben die Si­tua­ti­on kurz­fris­tig zwar et­was ent­schärft. Pro­zy­kli­sches Han­deln ist dar­um nicht ge­bo­ten. Für In­ves­to­ren ist der Ti­tel aber nicht mehr in­ter­es­sant. Un­se­re ak­tu­el­le Ein­stu­fung ist neu­tral. Wir kön­nen uns vor­stel­len, dass in ein bis zwei Mo­na­ten nach ei­ner Seit­wärts­be­we­gung zwi­schen 150 und 165 Fr. ei­ne wei­te­re Ab­stu­fung folgt.

Zu­rich FS Na­men

Es gibt Trend­li­ni­en, aber kei­ne ge­rad­li­ni­gen Trends. Dar­um tau­gen Li­ni­en nur be­dingt zur Ana­ly­se ei­nes Charts. Wir nut­zen Li­ni­en haupt­säch­lich zur Her­vor­he­bung von wich­tig er­schei­nen­den Struk­tu­ren. Das ist im Chart von Zu­rich Fi­nan­ci­al Ser­vices zur­zeit der vom Au­gust 2011 aus­ge­hen­de Auf­wärts­trend. In­ner­halb die­ses Trends gibt es ver­schie­de­ne Kon­so­li­die­rungs­pha­sen. Die mar­kan­tes­te ist mit K mar­kiert.

Zu­dem gibt es Ge­gen­trends und Haupt­trends. Kurz- bis mit­tel­fris­tig be­fin­den sich Zu­rich N seit En­de No­vem­ber im Auf­wärts­trend, eben­so wie zu­vor zwi­schen Mitte Au­gust und En­de Ok­to­ber. Die­se bei­den Auf­wärts­trends schei­nen Be­stand­teil ei­nes Ge­gen­trends zu sein, der im Au­gust ein­ge­setzt hat und die vor ei­nem Jahr bei 275 Fr. be­gon­ne­ne Baisse kon­so­li­diert. Der Ti­tel dürf­te in den kom­men­den Wo­chen den Be­reich 230/240 Fr. nicht über­win­den kön­nen, denn er steht wahr­schein­lich in ei­ner die­ser Er­ho­lung nach­fol­gen­den Tran­si­ti­ons­pha­se. Das dürf­te kurz­fris­tig für ei­nen Seit­wärts­trend zwi­schen 210/225 Fr. sor­gen. Die Aus­sich­ten sind je­doch ne­ga­tiv. Die Meinung des Au­tors muss nicht mit je­ner der Re­dak­ti­on über­ein­stim­men.

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