Ren­di­te­rück­gang setzt sich fort

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - KR

Nur zur Kennt­nis ge­nom­men wur­den am Wo­chen­be­ginn die Fitch-her­ab­stu­fun­gen der Eu­ro­zo­n­estaa­ten Ita­li­en ( auf A-/aus­blick ne­ga­tiv), Spa­ni­en (auf A/ne­ga­tiv), Bel­gi­en (auf Aa/ne­ga­tiv), Slo­we­ni­en, (auf A/ne­ga­tiv) so­wie Zy­pern (auf Bb–/ne­ga­tiv). Ita­li­en hat am Mon­tag er­neut An­lei­hen über knapp 7,5 Mrd. € pro­blem­los plat­ziert, dies­mal mit Lauf­zei­ten von vier bis zehn Jah­ren. In drei von vier Fäl­len san­ken die Ren­di­ten zum Teil deut­lich. Eben­falls am Mon­tag ver­stei­ger­te Frank­reich 8,3 Mrd. € an Geld­markt­pa­pie­ren (drei bis 12 Mo­na­te) – auch hier mit ten­den­zi­ell rück­läu­fi­gen Ren­di­ten.

S&P nimmt das Ra­ting von Deut­sche Post (BBB+) auf die Über­wa­chungs­lis­te mit ne­ga­ti­vem Aus­blick, weil die Eu-kom­mis­si­on ei­ne Straf­zah­lung von 500 Mio. bis 1 Mrd. € we­gen un­zu­läs­sig er­hal­te­ner staat­li­cher Bei­hil­fen ver­langt. Da­ge­gen will die Post vor dem Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof kla­gen. Nach S&P könn­te die Zah­lung die Ver­schul­dung der Post, die in ei­nem schwa­chen Um­feld ope­rie­re und struk­tu­rel­le Schwä­chen im Brief­ge­schäft zei­ge, deut­lich an­he­ben.

S&P hat die Ver­si­che­run­gen Al­li­anz (AA), Axa (AA–) und Avi­va (AA–) aus der Prüf­lis­te mit ne­ga­ti­ven Im­pli­ka­tio­nen ge­stri­chen und den Aus­blick auf ne­ga­tiv ge­setzt. Gleich­zei­tig senk­te S&P die No­ten von CNP As­suran­ce (von AA– auf A+/ Aus­blick ne­ga­tiv) und As­si­cu­ra­zio­ni Ge­ne­ra­li (von A+ auf A/sta­bil).

Die an­hal­ten­de Zu­tei­lung von Li- qui­di­tät durch die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) könn­te die Ban­ken der Eu­ro­zo­ne wi­der­stands­fä­hi­ger ma­chen, schreibt die Ra­ting­agen­tur Moo­dy’s im wö­chent­li­chen Kre­dit­aus­blick. Die Ezb-mass­nah­men hät­ten das Ri­si­ko von Zah­lungs­un­fä­hig­keit und Li­qui­di­täts­ver­knap­pung re­du­ziert. Da­mit sei­en ne­ga­ti­ve Rück­kopp­lun­gen ver­hin­dert wor­den.

Al­ler­dings stün­den die Ban­ken vor erns­ten Her­aus­for­de­run­gen, ge­gen die die EZB noch nichts ha­be aus­rich­ten kön­nen, schränkt Moo­dy’s ein. Die schwä­che­re Bo­ni­tät vie­ler Eu­ro­län­der zwin­ge vie­le In­sti­tu­te, die Aus­lei­hun­gen an die be­trof­fe­nen Staa­ten zu­rück­zu­fah­ren. Der Zwang, das Ge­schäfts­mo­dell zu än­dern, blei­be. Die EZB ha­be den Ban­ken nur mehr Zeit ver­schafft.

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