Tri­umph für Mor­gan St­an­ley

Finanz und Wirtschaft - - TECHNOLOGIE - CG

Um Face­book hat Wall­s­treet seit Mo­na­ten hef­tig ge­buhlt. Dass nun Mor­gan St­an­ley die Fe­der­füh­rung beim Bör­sen­de­büt des so­zia­len Netz­werks über­neh­men kann, ist für die In­vest­ment­bank ein gros­ser Coup. Ent­schei­dend ist da­bei vor al­lem das Pres­ti­ge, das mit der vor­aus­sicht­lich gröss­ten Pu­bli­kums­öff­nung im In­ter­net-sek­tor ver­bun­den ist. Ver­läuft die Ak­ti­en­emis­si­on er­folg­reich, hat das New Yor­ker Fi­nanz­haus zu­dem gu­te Aus­sich­ten auf wei­te­re Ge­schäf­te mit dem In­ter­net-rie­sen.

Wie viel Geld Wall­s­treet am Bör­sen­gang von Face­book ver­die­nen wird, lässt sich noch nicht ge­nau sa­gen. Der­zeit wird ge­schätzt, dass sich die Ein­nah­men der Ban- ken auf knapp 1% des Emis­si­ons­vo­lu­mens be­lau­fen dürf­ten. Beim IPO mit ei­ner Grös­se von bis zu 10 Mrd. $ ent­spricht das rund 100 Mio. $. Da­von wer­den auch J. P. Mor­gan, Gold­man Sachs, Bank of Ame­ri­ca, Bar­clays so­wie die In­vest­ment­bou­tique Al­len & Co. et­was ab­krie­gen, die eben­falls an der Trans­ak­ti­on be­tei­ligt sind.

Dass Mor­gan St­an­ley den Lead über­neh­men kann und da­mit den Erz­ri­va­len Gold­man Sachs aus­ge­sto­chen hat, ist das Ver­dienst von Micha­el Gri­mes. Der Spe­zia­list für Fi­nan­zde­als im Tech­no­lo­gie­sek­tor war be­reits 2004 am IPO von Goog­le be­tei­ligt und ver­fügt über ei­nen gu­ten Draht zu She­ryl Sand­berg. Sie hat da­mals für den Such­ma­schi­nen­be­trei­ber ge­ar­bei­tet und lei­tet heu­te das Ta­ges­ge­schäft von Face­book. Un­ter Gri­mes’ Re­gie hat Mor­gan St­an­ley auch schon beim IPO der In­ter­net­Un­ter­neh­men Zyn­ga, Grou­pon und Lin­ke­din die Haupt­rol­le über­nom­men.

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