Ho­he Er­war­tun­gen an Ama­zon

Finanz und Wirtschaft - - TECHNOLOGIE - FH

Ne­ben Goog­le zählt auch On­line­händ­ler Ama­zon zu den Bei­spie­len ei­nes lang­fris­tig er­folg­rei­chen In­ter­net-ipo. Noch vor der gros­sen Dot­com-hys­te­rie wur­de das Un­ter­neh­men 1997 an die Bör­se ge­bracht. Seit­her hat sich der Wert der Ak­ti­en, die – um Splits be­rei­nigt – bei 1.50 $ emit­tiert wur­den, mehr als ver­hun­dert­facht.

An­ders als di­ver­se Kon­kur­ren­ten, die im Nach­gang der Tech-bla­se bank­rott wur­den, konn­te sich Ama­zon als fes­te Grös­se eta­blie­ren. Das war auch Grün­der und CEO Jeff Be­zos zu ver­dan­ken, der sei­nen Fo­kus auf lang­sa­mes, ste­ti­ges Wachs­tum setz­te. Trotz­dem ver­lang­ten die Ak­ti­en den An­le­gern ei­ni­ges an Ner­ven ab. Vom zwi­schen- zeit­li­chen Höchst 1999 ver­lo­ren die Va­lo­ren zu­erst 95% an Wert, setz­ten dann aber zu ei­ner ein­drucks­vol­len Kurs­ral­ly an.

Al­ler­dings sind die Er­war­tun­gen an den Kon­zern hoch. Ent­täu­schun­gen wer­den kaum ver­zie­hen. Das zeig­ten die jüngs­ten Quar­tals­er­geb­nis­se deut­lich: Mit 17,4 Mrd. $ Um­satz wur­de ge­gen­über dem Vor­jahr ein Wachs­tum von 35% er­zielt. Das reich­te nicht aus, die Märk­te zu­frie­den­zu­stel­len. Prompt ver­lo­ren die Ak­ti­en 8% an Wert. Zu den Ab­ga­ben trug die War­nung bei, im lau­fen­den Quar­tal gar ei­nen Ver­lust er­lei­den zu kön­nen. Grund sind die ho­hen In­ves­ti­tio­nen in die phy­si­sche In­fra­struk­tur. Die Ana­lys­ten von No­mu­ra schät­zen et­wa, dass der Kon­zern die Flä­che der Aus­lie­fe­rungs­zen­tren bis 2016 mehr als ver­dop­peln muss. Das än­dert nichts dar­an, dass Ama­zon bes­tens po­si­tio­niert ist, um vom lang­fris­ti­gen Wachs­tums­trend im E-com­mer­ce zu pro­fi­tie­ren.

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