Shell er­freut Ak­tio­nä­re mit Di­vi­den­den­er­hö­hung

EU­RO­PA

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE -

Jahr so­wohl den Ge­winn als auch den Cash­flow kräf­tig stei­gern konn­te. Shell ver­dien­te 2011 auf Ba­sis der ak­tu­el­len Wie­der­be­schaf­fungs­kos­ten 28,6 Mrd. $ oder 4.61 $ je Ti­tel – 54% mehr als im Vor­jahr. Der Cash­flow stieg 34% auf 36,8 Mrd. $. In den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren ge­ne­rier­te Shell ei­nen Cash­flow von 137 Mrd. $. In den kom­men­den drei Jah­ren soll die­ser zwi­schen 30 und 50% stei­gen – auf Ba­sis ei­nes Öl­prei­ses zwi­schen 80 und 100 $ pro Fass zu 159 Li­ter. Vo­ser rech­net mit ei­nem künf­ti­gen Öl­preis um die 100 $ je Fass. Dies sei auch die Ziel­vor­ga­be des Öl­kar­tells Opec.

Ver­lust im Down­stream

Im vier­ten Quar­tal 2011 aber muss­te Shell in der Öl­ver­ar­bei­tung (Down­stream) ei­nen Ver­lust von 278 Mio. $ bu­chen, was am Markt ne­ga­tiv über­rasch­te. Im glei­chen Vor­jah­res­zeit­raum konn­te in die­ser Spar­te noch ein Ge­winn von 482 Mio. $ er­wirt­schaf­tet wer­den. Als Grund für die ro­ten Zah­len in der Öl­ver­ar­bei­tung nann­te der Shell-chef die Über­ka­pa­zi­tä­ten ins­be­son­de­re auf dem eu­ro­päi­schen Markt so­wie ei­ne kon­junk­tur­be­ding­te schwä­che­re Nach­fra­ge. Des­halb ha­be Shell ei­nen Teil sei­ner Öl­ver­ar­bei­tungs­ka­pa­zi­tä­ten in Eu­ro­pa be­reits ver­kauft. Es stün­den in die­sem Sek­tor aber wei­te­re Re­or­ga­ni­sa­tio­nen an, pro­gnos­ti­zier­te Vo­ser.

Zur Schul­den­kri­se in der Eu­ro­päi­schen Uni­on sag­te Vo­ser: «Wir brau­chen in Eu­ro­pa Sta­bi­li­tät und ei­ne Wäh­rung, die im in­ter­na­tio­na­len Wett­be­werb sta­bil und kon­kur­renz­fä­hig ist. Es muss Mecha­nis-

Roy­al Dutch Shell men zu wirk­sa­men Bud­get- und Haus­halt­kon­trol­len in den Eu­ro­zo­nelän­dern ge­ben.» Nur so kön­ne man die Staats­ver­schul­dung in den Griff be­kom­men. Es ste­he die Kon­kur­renz­fä­hig­keit Eu­ro­pas auf dem Spiel. Die eu­ro­päi­sche Schul­den­kri­se drü­cke auch die Nach­fra­ge nach Ölund Öl­pro­duk­ten.

Chan­cen in Nah­ost

Der ara­bi­sche Früh­ling in Nah­ost bie­tet nach An­sicht von Vo­ser neue Chan­cen. So sei Shell bei­spiels­wei­se an ei­nem Aus­bau ih­rer Ak­ti­vi­tä­ten in Li­by­en in­ter­es­siert. Im Irak star­tet Shell in ei­nem Ge­mein­schafts­un­ter­neh­men mit der Bas­rah Gas Com­pa­ny zwei Pro­jek­te zur Pro­duk­ti­on von Flüs­sig­gas (Li­que­fied Na­tu­ral Gas, LNG).

Auf die Re­sul­tat­prä­sen­ta­ti­on re­agier­ten die Shell-ak­ti­en in Amsterdam mit ei­ner mi­ni­men Avan­ce von 0,1%. Für 2012 sind sie auf Ba­sis der ak­tu­el­len Ge­winn­schät­zun­gen mit ei­nem Kurs-ge­winn-ver­hält­nis von 7 güns­tig be­wer­tet. Die Ti­tel wei­sen ei­ne statt­li­che Di­vi­den­den­ren­di­te von 5% auf und sind für lang­fris­tig dis­po­nie­ren­de An­le­ger at­trak­tiv.

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