Ghad­ha­fi fehl­te

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - WD

Über­schat­tet wur­de der jüngs­te Gip­fel für man­che der afri­ka­ni­schen Staats­chefs vom Feh­len Mu­am­mar al-ghad­ha­fis. Vie­le der selbst un­ter du­bio­sen Um­stän­den ans Ru­der ge­lang­ten afri­ka­ni­schen Füh­rer hat­ten ihm bis zu­letzt die Treue ge­hal­ten.

Ghad­ha­fi, der jah­re­lang den Traum der «Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Afri­ka» mit sich selbst als Vor­sit­zen­dem pro­pa­giert hat­te, sorg­te auf dem Gip­fel nun nach sei­nem Tod noch für ei­nen hand­fes­ten Streit: Bei der Wahl des neu­en Au-vor­sit­zen­den kam es zu ei­ner bis­lang ein­ma­li­gen Kampf­ab­stim­mung zwi­schen der Süd­afri­ka­ne­rin Nko­sa­za­na Dla­mi­ni Zu­ma (der Ex-frau von Prä­si­dent Ja­cob Zu­ma) und dem bis­he­ri­gen Au-vor­sit­zen­den Je­an Ping aus Ga­bun, dem Süd­afri­ka ei­ne zu Na­to-freund­li­che Hal­tung in Li­by­en vor­wirft. Nach drei Wahl­gän­gen konn­te kei­ner der Kan­di­da­ten die er­for­der­li­che Zwei­drit­telmehr­heit er­rei­chen, was als ei­ne emp­find­li­che Nie­der­la­ge für Süd­afri­ka ge­wer­tet wur­de. Ping wird nun bis zum nächs­ten Gip­fel zur Jah­res­mit­te in Ma­la­wi im Amt blei­ben.

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