Cross­over an der Them­se

Finanz und Wirtschaft - - KUNSTMARKT - CFC

Wenn Auk­ti­ons­häu­ser ein ge­misch­tes Kunst- und An­ti­qui­tä­ten­an­ge­bot als na­men­lo­se Pri­vat­samm­lung be­zeich­nen, han­delt es sich oft um ei­nen nicht ganz so pri­va­ten La­ger­be­stand ei­nes Kunst­händ­lers. Die 150 Lo­se um­fas­sen­de «Pri­va­te Eu­ro­päi­sche Samm­lung», die Chris­tie’s in London am Abend des 9. Fe­bru­ar und am 10. Fe­bru­ar un­ter dem Auk­ti­ons­ti­tel «Li­ving with Art» zum Aus­ruf bringt, zeigt in ih­rer Viel­falt und Qua­li­tät aber doch ei­nen aus­ge­prägt pri­va­ten Cha­rak­ter.

Ih­re Aus­wahl reicht von ei­nem nord­deut­schen Was­ser­spei­er oder Aqua­ma­ni­le des 13. Jh. in Gestalt ei­nes Bron­ze­lö­wen (Hö­he: 24,7 cm) im Schätz­wert von 150 000 bis 250 00036£ bis zu Da­mi­en Hirsts erst 2005 ge­schaf­fe­nem Chir­ur­gie­ge­mäl­de «In­ci­si­on» in ähn­li­cher Schätz­preis­ord­nung. Da­zwi­schen fin­det sich eben­so ein ori­gi­nel­ler, um 1800 ver­mut­lich von Adam Weis­wei­ler ge­schaf­fe­ner teil­ver­gol­de­ter Pa­ri­ser Em­pi­re-tisch in Mar­mor, Stahl und Eben­holz (Län­ge 76,5 cm) mit ei­ner Ta­xe von 40 000 bis 60 000 £ wie Jo­an Mirós Ge­mäl­de «Per­son­na­ges et oi­seaux de­vant le so­leil» (Öl auf Lein­wand, si­gniert und da­tiert, 92,7×73,8 cm) von 1946, für das 4 bis 7 Mio. £ er­war­tet wer­den.

Mit ih­rer Spann­wei­te lie­fert die­se in den letz­ten dreis­sig Jah­ren von ei­nem an­ony­men eu­ro­päi­schen Ehe­paar zu­sam­men­ge­stell­te Samm­lung ein über­zeu­gen­des Bei­spiel für Epo­chen­gren­zen über­schrei­ten­des Cross­over-sam­meln. Chris­tie’s, London, 9. und 10. Fe­bru­ar, Aus­kunft: 044 268 10 10, www.chris­ties.com

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