Po­si­ti­ver Jah­res­auf­takt

WANDELANLEIHEN

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - ROLF WE­BER,

Nach­dem die Us-no­ten­bank letz­te Wo­che ver­kün­det hat­te, die Po­li­tik des bil­li­gen Gel­des min­des­tens bis En­de 2014 bei­zu­be­hal­ten und da­mit die An­lei­hen­märk­te zu neu­en Hochs ge­trie­ben hat, sind die Kur­se in der lau­fen­den Wo­che et­was zu­rück­ge­kom­men. Ur­sa­che wa­ren gu­te Kon­junk­tur­mel­dun­gen, u. a. hat sich die Stim­mung des bri­ti­schen Di­enst­leis­tungs­sek­tors deut­lich auf­ge­hellt. Auf der an­de­ren Sei­te aber ist im De­zem­ber der Ein­zel­han­dels­um­satz Eu­ro­lands über­ra­schend ge­sun­ken. Das po­si­ti­ve Markt-mo­men­tum ver­nach­läs­sigt zu­dem, dass die Ret­tung Grie­chen­lands nach wie vor un­klar ist und dass noch im­mer gros­se Zwei­fel an der Zah­lungs­fä­hig­keit Por­tu­gals be­ste­hen.

An der Auf­bruch­stim­mung er­freu­ten sich auch die Wan­del­an­lei­hen­an­le­ger. Hier­bei be­mer­kens­wert ist, dass die Per­for­mance im Be­reich der An­la­ge­qua­li­tät, die 3,5% zu­leg­te, der der spe­ku­la­ti­ven Qua­li­tät in nichts nach­stand. Der Fakt, dass die Li­qui­di­tät im Seg­ment der An­la­ge­qua­li­tät klar ge­ge­ben ist, im spe­ku­la­ti­ven je­doch zu wün­schen üb­rig lässt, zeigt dop­pelt auf, dass sich die ein­ge­gan­ge­nen Ri­si­ken in der Fol­ge nicht aus­be­zahlt ha­ben. Ein Bei­spiel hier­für ist das Raf­fi­ne­rie­un­ter­neh­men Pe­trop­lus, das in Nach­lass­stun­dung geht: An­fang Jahr wur­den die Pa­pie­re noch auf 45% ge­han­delt.

Un­ter dem Ri­si­ko-er­trags-ge­sichts­punkt ver­wun­dert es da­her we­nig, dass ein Gross­teil Neu­ver­an­la­gun­gen im Wan­del­an­lei­hen­be­reich die An­la­ge­qua­li­tät be­traf. Da die Neu­emis­si­ons­tä­tig­keit im Ja­nu­ar sehr zu­rück­hal­tend war, ver­moch­te sich die tech­ni­sche Kon­stel­la­ti­on von Wandelanleihen der An­la­ge­qua­li­tät zur spe­ku­la­ti­ven Qua­li­tät et­was zu ver­bes­sern.

Die tech­ni­sche Un­ter­be­wer­tung von Wandelanleihen der An­la­ge­qua­li­tät wird da­für sor­gen, dass sich die Käu­fe aus dem rei­nen An­lei­hen­seg­ment wei­ter ver­grös­sern wer­den – ihr Di­ver­si­fi­ka­ti­ons­be­darf wird im Nied­rig­zins­um­feld mas­siv zu­neh­men. Auf­grund der po­li­ti­schen und ka­pi­tal­tech­ni­schen Ge­ge­ben­hei­ten ist zu er­war­ten, dass die Vo­la­ti­li­tät auch 2012 ei­nen po­si­ti­ven Per­for­man­ce­bei­trag leis­ten wird. Die Aus­schlä­ge dürf­ten sich durch re­gu­la­to­ri­sche und in­ter­ven­ti­ons­tech­ni­sche Ein­fluss­fak­to­ren ver­stär­ken.

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