E=mc²

Finanz und Wirtschaft - - MEINUNG -

Raum und Zeit grei­fen un­trenn­bar in­ein­an­der. Das brach­te als ers­ter der Phy­si­ker Al­bert Ein­stein auf den Punkt. Er spricht in sei­ner Re­la­ti­vi­täts­theo­rie vom Raum-zeit-kon­ti­nu­um oder von der Raum­zeit. Sei­ne bahn­bre­chen­den Ide­en ent­wi­ckel­te Ein­stein im We­sent­li­chen an­no 1905, von der Wis­sen­schaft und der Welt allgemein na­he­zu un­be­ach­tet:

Er war da­mals Tech­ni­scher Ex­per­te drit­ter Klas­se am Eid­ge­nös­si­schen Pa­tent­amt in Bern. 1907 lehn­te die Uni­ver­si­tät Bern Ein­steins Ha­bi­li­ta­ti­ons­schrift ab (!) – er blieb bis 1909 Pa­t­ent­be­am­ter. Erst Wil­helms Kai­ser­reich, dann Roo­se­velts Ame­ri­ka zo­gen Nut­zen aus Ein­steins Ge­nie. So geht es mit hie­si­gen Pa­ten­ten über­haupt: In der Pro­duk­ti­on ge­schütz­ten geis­ti­gen Ei­gen­tums liegt die Schweiz in Eu­ro­pa un­ein­hol­bar an der Spit­ze, weit vor Haupt­kon­kur­rent Deutsch- land, doch im prak­ti­schen An­wen­den des Aus­ge­tüf­tel­ten ist sie nur Mit­tel­mass, auf dem Ni­veau Frank­reichs. Kla­gen aus der In­dus­trie wer­den lau­ter: Schwei­zer In­sti­tu­te al­ler Art er­brin­gen zwar ho­hen Out­put an In­no­va­ti­on, da­von fliesst je­doch zu we­nig In­put in die Wirt­schaft. Es emp­fiehlt sich, Ein­steins Formel von der Mas­se-ener­gie-äqui­va­lenz um­zu­den­ken: Ein­fall gleich Mar­ke­ting mal Cle­ver­ness im Qua­drat, E=mc2.

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