Reis­brei und Hüh­ner­schen­kel

Finanz und Wirtschaft - - K - EB

Ken­tu­cky Fried Chi­cken (KFC) und Piz­za Hut: Das klingt in west­li­chen Oh­ren eher nach Fast­food­ket­ten, die ih­re bes­ten Zei­ten hin­ter sich ha­ben. Vie­len Chi­ne­sen läuft da­ge­gen beim An­blick ei­nes der lan­des­weit über 4000 Re­stau­rants des Mut­ter­kon­zerns Yum Brands das Was­ser im Mund zu­sam­men, wie der Er­folg der Kon­zep­te zeigt.

In Chi­na ste­hen drei­mal mehr KFC als Mcdo­nald’s. Ge­mäss Schät­zun­gen von Cre­dit Suis­se ge­hört KFC un­ter den Schnell­im­biss­ket­ten ein Markt­an­teil von ge­gen 50%. Yum treibt die Ex­pan­si­on wei­ter vor­an. Im lau­fen­den Jahr sol­len über 600 neue Fi­lia­len der ver­schie­de­nen Ket­ten er­öff­net wer­den. Wäh­rend KFC preis­wert den schnel­len Hun­ger sät­tigt, kommt Piz­za Hut et­was glanz­vol­ler da­her und steht für die west­li­che Art des Es­sens. Yum hat den Er­folg in über zwan­zig Jah­ren auf­ge­baut und da­bei dem Ma­nage­ment vor Ort die Frei­heit ge­ge­ben, das Me­nu dem lo­ka­len Ge­schmack an­zu­pas­sen. So bie­tet KFC ne­ben den be­währ­ten mit pa­nier­ten Hüh­ner­tei­len ge­füll­ten Bu­ckets auch Con­gee an, ein in Chi­na be­lieb­ter Reis­brei. Der neu­es­te Wurf des Un­ter­neh­mens heisst East Daw­ning, ei­ne Ket­te, die aus­schliess­lich ein­hei­mi­sches Es­sen ser­viert.

Yum er­wirt­schaf­te­te 2011 mit 908 Mio. $ rund 50% des ope­ra­ti­ven Kon­zern­ge­winns in Chi­na. Zum Vor­jahr be­deu­tet das ein Plus von 20%. Mit der Prä­senz in 700 Städ­ten, ei­nem ein­ge­spiel­ten lo­ka­len Ma­nage­ment und ei­ner aus­ge­feil­ten Lo­gis­tik dürf­te wei­te­rem Wachs­tum we­nig im We­ge ste­hen. Die star­ke Stel­lung in klei­ne­ren, so ge­nann­ten Tier-3-städ­ten, die rund ein Drit­tel zum Ge­winn in Chi­na bei­tra­gen, ist un­ter den west­li­chen Kon­zer­nen ein­zig­ar­tig. Da­mit ist Yum auf das Wachs­tum in auf­stre­ben­den Re­gio­nen Chi­nas bes­tens vor­be­rei­tet.

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