We­ni­ger Schul­den dank hö­he­rer Steu­ern

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - KR

Die nie­der­län­di­sche Staats­schul­den­ver­wal­tung DTSA plat­zier­te am Di­ens­tag ei­ne neue zehn­jäh­ri­ge An­lei­he über gut 6 Mrd. € zu 99% und ei­ner Ren­di­te von 2,359%. Ge­bo­te wa­ren für 9 Mrd. € ein­ge­gan­gen.

Grie­chen­land ver­kauf­te 812 Mio. € an sechs­mo­na­ti­gen Schatz­wech­seln zur Re­fi­nan­zie­rung von am 10. Fe­bru­ar fäl­lig wer­den­den Ti­teln. Die Schatz­wech­sel sind die ein­zi­ge dem Land ver­blie­be­ne Re­fi­nan­zie­rungs­quel­le am Ka­pi­tal­markt. Die Ren­di­te sank auf 4,86% nach 4,9% auf der Auk­ti­on vom 10. Ja­nu­ar.

Das Fi­nan­zie­rungs­de­fi­zit der deut­schen Bun­des­län­der ist im De­zem­ber ge­gen­über No­vem­ber um 41% auf 9,4 Mrd. € ge­sun­ken. Der gröss­te Teil ent­fällt nach An­ga­ben des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums auf Bayern und Ba­den-würt­tem­berg. Das sei auf ge­stie­ge­ne Steu­er­ein­nah­men zu­rück­zu­füh­ren. Das Fi­nan­zie­rungs­de­fi­zit der Bun­des­län­der liegt auch um über 50% un­ter dem Vor­jah­res­wert (21,5 Mrd. €). So konn­te die Net­to­kre­dit­auf­nah­me für 2012 auf 12,1 Mrd. € re­du­ziert wer­den nach 20,2 Mrd. € für 2011.

Mit Ba­den-würt­tem­berg, Bayern, Meck­len­burg-vor­pom­mern, Sach­sen, Sach­sen-an­halt und Thü­rin­gen wol­len gleich sechs Bun­des­län­der im lau­fen­den Jahr oh­ne neue Schul­den aus­kom­men.

Die As­set Swap Spreads der Bun­des­län­der­an­lei­hen ha­ben seit Jah­res­an­fang nach An­ga­ben von HSBC Trink­aus ein we­nig von ih­rer Kon­stanz ein­ge­büsst, da sie sich im Schnitt von 4 auf 0 Ba­sis­punk­te (Bp) re­du­ziert ha­ben, ob­wohl die frü­her ge­wohn­te Zu­rück­hal­tung am Pri­mär­markt 2012 bis­her nicht zu be­ob­ach­ten sei.

Moo­dy’s dreht den Aus­blick des A1 von Hon­da von sta­bil auf ne­ga­tiv, ei­nen an­de­ren Au­to­bau­er, Fi­at (BB), setzt S&P auf die Über­prü­fungs­lis­te für ei­ne Rück­stu­fung. Der Markt für Au­tos lei­de un­ter ei­nem Über­an­ge­bot, be­son­ders der ita­lie­ni­sche, der zweit­wich­tigs­te für die Tra­di­ti­ons­mar­ke.

Im wich­tigs­ten Markt, Bra­si­li­en, ero­die­re zu­dem die Markt­füh­rer­schaft. Dar­über hin­aus brin­ge die In­te­gra­ti­on von Chrys­ler in die Fi­at-au­to­spar­te ei­ne Kon­zen­tra­ti­on von stra­te­gi­schen und fi­nan­zi­el­len Ri­si­ken für bei­de Un­ter­neh­men.

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