Ge­rin­ge Zu­nah­me der Pla­t­in­för­de­rung

EDEL­ME­TAL­LE

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - GIO­VAN­NI STAUNOVO,

Die zu­neh­men­den si­cher­heits­be­ding­ten Still­le­gun­gen von Pla­tin­mi­nen in Süd­afri­ka En­de 2011 ha­ben das An­ge­bot ein­ge­schränkt. Da rund 75% des glo­ba­len Pla­ti­n­ab­baus süd­afri­ka­ni­schen Mi­nen ent­stam­men, kom­men den Ent­wick­lun­gen im Land am Kap der gu­ten Hoff­nung gros­se Be­deu­tung zu. Die lo­ka­le Re­gie­rung geht bei Mi­nen­un­glü­cken mitt­ler­wei­le ri­gi­de vor: Sie ord­net die Ein­stel­lung des Be­triebs an und un­ter­sucht To­des­fäl­le. Die durch­schnitt­li­che Dau­er ei­ner Still­le­gung stieg 2011 beim Pla­tin­pro­du­zen­ten Lon­min von zwei auf fünf Ta­ge. Bei Ang­lo Pla­ti­num, dem welt­weit gröss­ten Pla­t­in­för­de­rer, be­tru­gen die si­cher­heits­be­ding­ten Still­le­gun­gen 81 Ta­ge im Jahr 2011, ver­g­li­chen mit 36 Ta­gen im Jahr da­vor.

Auch Streiks ma­chen den Be­trei­bern von Pla­tin­mi­nen zu schaf­fen. Im­pa­la Pla­ti­num, der zweit­gröss­te Pro­du­zent welt­weit, ent­liess in den letz­ten Wo­chen nach ei­nem Streik in der Pla­tin­mi­ne von Rus­ten­burg ins­ge­samt 17 000 Ar­bei­ter. Soll­te die Pro­duk­ti­on in na­her Zu­kunft nicht wie­der auf­ge­nom­men wer­den, wird das Pla­tin- an­ge­bot lei­den. Die wie­der­keh­ren­den Strom­aus­fäl­le und ei­ne ra­tio­nier­te Strom­zu­tei­lung er­schwe­ren die Be­din­gun­gen der Berg­bau­un­ter­neh­men zu­sätz­lich.

UBS Wealth Ma­nage­ment Re­se­arch er­war­tet 2012 we­gen der För­der­schwie­rig­kei­ten le­dig­lich ei­ne Pro­duk­ti­ons­stei­ge­rung in den Pla­tin­mi­nen von ma­xi­mal 2% ge­gen­über dem Vor­jahr. In den nächs­ten zwölf Mo­na­ten wird mit ei­nem An­stieg des Pla­tin­prei­ses auf 2090 $ pro Un­ze ge­rech­net.

He­bel­pro­duk­te

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