Ge­winn von Pe­tro­bras hal­biert sich

AME­RI­KA Ban­ken zah­len 26 Mrd. $ we­gen rechts­wid­ri­ger Zwangs­voll­stre­ckun­gen – Über­gangs­jahr für Pep­si­co

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - STM

Der Ge­winn ist von 10,6 Mrd. auf 5,1 Mrd. Re­al ge­fal­len. Die Grün­de da­für wa­ren ei­ne schwä­che­re Heim­wäh­rung und da­mit teu­re­re Im­por­te so­wie hö­he­re Löh­ne.

In To­ron­to war be­reits am Don­ners­tag Tr­üb­salb­la­sen an­ge­sagt. Der S&P/TSX Com­po­si­te In­dex schloss merk­lich im Mi­nus. Zu den Ta­ges­ver­lie­rern ge­hör­ten der Tele­com­kon­zern BCE (39.62 kan. $ am Don­ners­tag, –2,6% im Wo­chen­ver­gleich), der Black­ber­ry-her­stel­ler Re­se­arch in Mo­ti­on (15.85 kan. $, –7,7%) und das Ener­gie­un­ter­neh­men Ca­na­di­an Oil Sands (22.61 kan. $, –7,3%).

Im Us-fi­nanz­sek­tor stand ei­ne lang er­war­te­te Über­ein­kunft zwi­schen den Gross­ban­ken und 49 Bun­des­staa­ten im Zen­trum. Nach zä­hen Ver­hand­lun­gen von über ei­nem Jahr er­klä­ren sich Bank of Ame­ri­ca (8.18 $, +9,8%), J. P. Mor­gan Cha­se (37.86 $, +0,8%), Wells Far­go (30.58 $, +2,2%), Ci­ti­group (33.66 $, +5,2%) und Al­ly Fi­nan­ci­al be­reit, für un­recht­mäs­si­ge Ge­schäfts­prak­ti­ken bei der Zwangs­voll­stre­ckung von Hy­po­the­ken nach dem Crash am Häu­ser­markt ins­ge­samt 26 Mrd. $ Ent­schä­di­gung zu zah­len. Der De­al der fünf wich­tigs­ten Us-hy­po­thekar­ban­ken ist der gröss­te die­ser Art seit 1998, als die Ta­bak­in­dus­trie zu ei­ner Ver­gleichs­zah­lung von mehr als 200 Mrd. $ ver­teilt auf 25 Jah­re ein­lenk­te (vgl. Sei­te 26).

Zu­dem sorg­te die It-bran­che für Schlag­zei­len: Zum ers­ten Mal seit dem Bör­sen­gang im No­vem­ber hat Grou­pon (21.17 $, –13,3%) am Don­ners­tag Quar­tals­zah­len vor­ge­legt. Statt des er­war­te­ten klei­nen Ge­winns er­litt das USSchnäpp­chen­por­tal ei­nen Fehl­be­trag von 37 Mio. $. Der Um­satz hat sich ge­gen­über dem Vor­jahr auf 507 Mio. $ ver­drei­facht. Wäh­rend Grou­pon noch im­mer stark wächst, küh­len sich die Ex­pan­si­ons­ra­ten ab (vgl. «Prak­ti­kus»).

Mit Lin­ke­din (76.39 $, –4,4%) hat am Don­ners­tag nach Bör­sen­schluss ein zwei­ter Bör­sen­neu­ling sei­nen Ab­schluss prä­sen­tiert – und da­mit über­zeugt. Der Um­satz hat sich im vier­ten Quar­tal ge­gen­über dem Vor­jahr auf 168 Mio. $ ver­dop­pelt. Be­son­ders die Ein­nah­men aus der Stel­len­bör­se ha­ben deut­lich zu­ge­nom­men.

Die tem­po­rä­re Kri­se von Cis­co Sys­tems (20 $, +1%) scheint zu en­den. Die Rück­be­sin­nung des Netz­werk­gi­gants auf sein Kern­ge­schäft trägt ers­te Früch­te. Das Un­ter­neh­men un­ter Lei­tung von CEO John Cham­bers stei­ger­te im ab­ge­schlos­se­nen Quar­tal den Um­satz im Ver­gleich zum Vor­jahr von 10,4 auf 11,5 Mrd. $. Der Ge­winn klet­ter­te von 1,5 auf 2,2 Mrd. $. Pro Ak­tie re­sul­tier­te ein Über­schuss von 47 Cent, was die Er­war­tung des Markts um vier Cent über­traf.

Eben­falls über den Schät­zun­gen hat Pep­si­co (64.27 $, –3,2%) ab­ge­schlos­sen. Dass die Ak­tie am Don­ners­tag den­noch 3,7% ver­lo­ren hat, ist auf die Ge­winn­aus­sich­ten zu­rück­zu­füh­ren. Der Ge­trän­ke- und Snack­her­stel­ler will das Wer­be­bud­get im lau­fen­den Jahr aus­bau­en. So soll der Rück­stand zu Co­ca-co­la (67.97 $, +0,2%) in Be­zug auf den Wert des Mar­ken­port­fo­li­os re­du­ziert wer­den. Ins­ge­samt möch­te Pep­si­co aber die Kos­ten sen­ken – auch mit dem Strei­chen von 8700 Stel­len. CEO In­dra Nooyi spricht von ei­nem Über­gangs­jahr (vgl. Sei­te 13).

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