Win­ter lässt den Öl­markt kalt

ROH­STOF­FE

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - CHRIS­TOPH BURK­HAL­TER

Die Roh­stoff­prei­se ha­ben sich seit Mitte Ja­nu­ar gut ent­wi­ckelt. Bei den Edel­me­tal­len wird das Sil­ber be­reits über 34 und Gold über 1700 $ je Un­ze an­ge­trof­fen. Für Rü­cken­wind hat be­son­ders der zu eu­ro­päi­schen Wäh­run­gen schwä­che­re Us-dol­lar ge­sorgt. In­dus­trie­me­tal­le ha­ben sich wie die Ak­ti­en­märk­te an bes­se­ren USKon­junk­tur­da­ten und der Hoff­nung auf ein wei­ter­hin star­kes Chi­na ori­en­tiert. Der Auf­schwung beim Ge­trei­de seit De­zem­ber hat von ei­ner Tro­cken­pha­se in Mit­te­lund Süd­ame­ri­ka pro­fi­tiert so­wie von be­fürch­te­ten Ern­te­ein­bus­sen nach den aus­ser­ge­wöhn­lich nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren von We­st­eu­ro­pa bis nach Russ­land. Auf die Käl­te nur we­nig re­agiert ha­ben die Erd­öl­märk­te – der Preis der Mar­ke West Te­xas In­ter­me­dia­te ( WTI) no­tiert noch im­mer um 100 $ je Fass.

Für die kom­men­den Wo­chen in­ter­es­siert be­son­ders, wie stark sich die un­ge­lös­ten Schul­den­pro­ble­me der Eu­ro­zo­ne – mit Grie­chen­land an vor­ders­ter Front – aus­wir­ken. Die Ge­fahr be­steht, dass be­son­ders der Eu­ro zur USVa­lu­ta an Bo­den ver­liert. Bei den in Dol­lar ge­han­del­ten Roh­stof­fen kann dies Ge­winn­mit­nah­men zur Fol­ge ha­ben. In­dus­trie­me­tal­le und der Agrar­sek­tor wür­den dann auf die Pro­be ge­stellt. Gold soll­te deut­lich über 1600 $ je Un­ze no­tie­ren und da­mit in Reich­wei­te des All­zeit­hochs von 1921 $ blei­ben. Der Blick rich­tet sich auch wei­ter auf den Atom­streit mit dem Iran und der dro­hen­den Ver­knap­pung der Erd­öl­lie­fe­run­gen aus die­sem wich­ti­gen Ex­port­land.

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