AHV schlägt sich wa­cker

SCHWEIZ

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ - PM

Auf An­fang 2011 wur­den die Ver­mö­gen der In­va­li­den­ver­si­che­rung (IV) und der Er­werbs­er­satz­ord­nung (EO) aus dem Ahv-fonds her­aus­ge­löst und je­weils in ei­ge­ne Fonds über­ge­führt. Hin­ter­grund die­ser Ve­rän­de­rung war die Zu­stim­mung des Vol­kes zur Iv-zu­satz­fi­nan­zie­rung von En­de Sep­tem­ber 2009. Mit der Bil­dung von ei­ge­nen Fonds soll­te ver­hin­dert wer­den, dass die de­fi­zi­tä­re und ver­schul­de­te IV den Ahv-fonds wei­ter aus­höhlt.

Die Fonds ha­ben im ers­ten Ge­schäfts­jahr in ei­nem schwie­ri­gen Markt­um­feld ver­gleichs­wei­se gu­te An­la­ge­er­geb­nis­se er­zielt. Aus dem Ge­samt­ver­mö­gen der drei Fonds re­sul­tier­te ei­ne Net­to­ren­di­te von 1,2%, ge­gen­über 4,3% im Vor­jahr. Oh­ne die li­qui­den Mit­tel er­höht sich die Ren­di­te auf gut 1,5%. Da die Fonds ge­mäss ih­ren Be­dürf­nis­sen un­ter­schied­lich struk­tu­riert sind, re­sul­tier­ten auch di­ver­gie­ren­de Ren­di­ten. Am bes­ten schloss die EO mit knapp 1,7% ab, vor der AHV mit 1,4% und der IV mit 0,4%. Die gröss­ten Bei­trä­ge steu­er­ten die Zins­an­la­gen in Fremd­wäh­run­gen und Fran­ken (sie um­fas­sen je­weils rund ein Drit­tel des An­la­ge­vo­lu­mens) mit Ren­di­ten von je deut­lich über 100 Ba­sis­punk­ten bei. Die Ak­ti­en da­ge­gen (18% des Vo­lu­mens) schlos­sen mit ei­nem Mi­nus von über 150 Ba­sis­punk­ten ab.

Das Ge­samt­ver­mö­gen der drei Fonds zu­sam­men hat sich im Vor­jah­res­ver­gleich nur mar­gi­nal ver­än­dert. Es stieg, un­ter Aus­schluss der im Ahv-fonds als Ak­ti­vum ver­buch­ten Iv-schuld von 15 Mrd. Fr., auf 25,5 Mrd. Fr. ge­gen­über 25,1 Mrd. Fr. En­de 2010. Noch kei­ne An­ga­ben konn­ten zum Um­la­ge­er­geb­nis ins­be­son­de­re der AHV ge­macht wer­den – der für die Zu­kunft des So­zi­al­wer­kes zen­tra­len Grös­se, die das Ver­hält­nis von Er­werbs­tä­ti­gen zu Rent­nern spie­gelt.

Auf­grund der vor­lie­gen­den Zah­len kann nicht di­rekt auf das Um­la­ge­er­geb­nis ge­schlos­sen wer­den. Es muss al­ler­dings da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass es nicht weit von Null ent­fernt liegt. Da­mit dürf­te sich die sin­ken­de Ten­denz fort­ge­setzt ha­ben: 2010 er­reich­te das Um­la­ge­er­geb­nis der AHV 644 Mio. Fr. und 2009 noch 1,1 Mrd. Fr. Setzt sich die­ser Trend fort, dürf­te es im lau­fen­den oder kom­men­den Jahr ne­ga­tiv aus­fal­len.

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