Goog­le er­hält grü­nes Licht

USA

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - CC

In­ter­net-rie­se Goog­le hat die Zu­stim­mung der Wett­be­werbs­be­hör­den aus den USA und der EU für den Kauf des Smart­pho­neher­stel­lers Mo­to­ro­la Mo­bi­li­ty be­kom­men. Mit die­sem Schritt rüs­tet sich der Web­gi­gant für den to­ben­den Pa­tent­streit in der Bran­che (vgl. Text oben). Mo­to­ro­la Mo­bi­li­ty ver­fügt al­lein im Mo­bil­funk über Tau­sen­de Pa­ten­te, die Tech­no­lo­gi­en der zwei­ten bis vier­ten Ge­ne­ra­ti­on, für draht­lo­se Netz­wer­ke oder Da­ten­aus­tausch über kur­ze Dis­tan­zen um­fas­sen (vgl. FUW Nr. 65 vom 17. Au­gust 2011). Goog­le selbst hat le­dig­lich ei­ne über­schau­ba­re An­zahl sol­cher geis­ti­ger Rech­te, im Ge­gen­satz zu den Ri­va­len Samsung und Mi­cro­soft. Dass der Markt­an­teil von Mo­to­ro­la Mo­bi­li­ty über­schau­bar ist, war ein Pro-ar­gu­ment für die Be­hör­den.

Al­ler­dings schläft die Kon­kur­renz nicht. App­le, Mi­cro­soft und der Black­ber­ry-her­stel­ler Re­se­arch in Mo­ti­on (RIM) ha­ben Pa­ten­te des in­sol­ven­ten Netz­werk­aus­rüs­ters Nor­tel über­nom­men. Zu­dem muss die 12,5 Mrd. $ teu­re Über­nah­me von Mo­to­ro­la Mo­bi­li­ty – die gröss­te in der Ge­schich­te von Goog­le – noch von wei­te­ren Wett­be­werbs­be­hör­den ab­ge­seg­net wer­den, dar­un­ter den­je­ni­gen in Chi­na. Ge­lingt der Zu­kauf, ist Googles Smart­pho­neund Ta­blet-be­triebs­sys­tem An­dro­id bes­ser ge­schützt. Es muss sich aber wei­sen, wie die Wett­be­wer­ber Samsung und HTC, die bei­de An­dro­id auf ih­ren Ge­rä­ten ver­wen­den, dar­auf re­agie­ren. Nicht aus­zu­schlies­sen ist, dass Goog­le das rei­ne Hard­ware­ge­schäft von Mo­to­ro­la Mo­bi­li­ty wei­ter­ver­äus­sert. Zu­lie­fe­rer aus Chi­na dürf­ten in­ter­es­siert sein. Ganz aus den Au­gen las­sen wol­len die Wett­be­werbs­be­hör­den den In­ter­net-kon­zern nicht.

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