Pio­tros­kis Mo­dell

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - MD

Jo­seph Pio­troski ist Pro­fes­sor für Buch­hal­tung und Fi­nanz­theo­rie an der St­an­ford Uni­ver­si­ty. Von 1999 bis 2007 war er Pro­fes­sor an der Uni­ver­si­ty of Chi­ca­go. Im Jahr 2000 stell­te er ein be­ste­chend ein­fa­ches Mo­dell zur Be­stim­mung der fi­nan­zi­el­len So­li­di­tät ei­nes Un­ter­neh­mens auf. Das Mo­dell ba­siert auf neun Kenn­zah­len, die mit 0 oder mit 1 be­wer­tet wer­den. Vier der Kenn­zah­len be­tref­fen die Pro­fi­ta­bi­li­tät, drei be­zie­hen sich auf die Bi­lanz und zwei auf die ope­ra­ti­ve Ef­fi­zi­enz des Un­ter­neh­mens. Ein Bei­spiel: Steigt die Cur­rent Ra­tio ( Ver­hält­nis vom Um­lauf­ver­mö­gen zu den kurz­fris­ti­gen Ver­bind­lich­kei­ten) im Jah­res­ver­gleich, er­hält das Un­ter­neh­men in die­ser Kenn­zahl ei­ne 1. Sinkt es, gibt’s ei­ne 0. Je mehr Punk­te ein Un­ter­neh­men er­reicht, des­to hö­her ist sei­ne Qua­li­tät. Ge­mäss Da­ten von So­cié­té Gé­né­ra­le kom­men ge­gen­wär­tig welt­weit nur 134 Un­ter­neh­men auf die ma­xi­ma­le An­zahl von 9 Pio­troski-punk­ten, 47 da­von stam­men aus Ja­pan. In der Schweiz schaf­fen es nur Swatch Group und Lindt & Sprüng­li.

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