No­ten­bank will Yen schwä­chen

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - AN

Ja­pans No­ten­bank, die seit Ok­to­ber 2010 den Leit­zins auf Null hält, lo­ckert die Geld­po­li­tik wei­ter. Am Di­ens­tag wur­de ein­stim­mig be­schlos­sen, das Wert­schrif­ten­kauf­pro­gramm um 10 Bio. Yen (118 Mrd. Fr.) auf 65 Bio. Yen (766 Mrd. Fr.) auf­zu­sto­cken. Der ge­sam­te zu­sätz­li­che Be­trag wird bis En­de Jahr für den Er­werb ja­pa­ni­scher Staats­an­lei­hen ein­ge­setzt. Aus­ser­dem führ­ten die Wäh­rungs­hü­ter of­fi­zi­ell ein In­fla­ti­ons­ziel ein: Mit­tel- bis lang­fris­tig be­trägt es «2% oder dar­un­ter». Bis auf wei­te­res wer­den al­ler­dings 1% an­ge­peilt, ein Zu­ge­ständ­nis an das de­fla­tio­nä­re Um­feld. Der Zins wer­de so­lan­ge wie nö­tig na­he Null ge­hal­ten.

Die Be­schlüs­se le­gen na­he, dass No­ten­bank und Re­gie­rung kei­ne wei­te­re Auf­wer­tung des Yens mehr to­le­rie­ren. Die Wäh­rung gab so­fort 0,6% auf 78 Yen/$ nach, zum Sa­fe-ha­ven-kon­kur­ren­ten Fran­ken ver­lor sie über 1%. Ak­ti­en ver­buch­ten Ge­win­ne. Ob der Plan auf­geht, hängt aber auch von der Us-zen­tral­bank ab: Sie denkt nach wie vor über ei­ne neue Run­de von An­lei­hen­käu­fen nach.

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