In Seit­wärts­be­we­gun­gen ge­fan­gen

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE - RO­LAND VOGT

Syn­gen­ta Na­men no­tie­ren 7% hö­her als Mitte No­vem­ber und gar 16% über dem Tief von En­de No­vem­ber. Die Si­tua­ti­on lässt sich ein­fach be­schrei­ben: Der Kurs steigt, aber nicht ge­rad­li­nig, son­dern in ei­nem brei­ten Schwan­kungs­band. Der Ta­ges-chart zeigt ei­ne gros­se Flag-struk­tur. In­ner­halb die­ses Flags gibt es ver­schie­de­ne klei­ne­re die­ser Struk­tu­ren. Die prä­gnan­tes­te ist ein­ge­zeich­net.

Syn­gen­ta Na­men

Flags sind zäh­flüs­si­ge Struk­tu­ren. Die Kur­se fluk­tu­ie­ren dar­in im Rah­men kurz­le­bi­ger Trends, die je­doch kaum zu Net­to­ver­än­de­run­gen füh­ren. Ir­gend­wann wird die­se Seit­wärts­be­we­gung für ei­ni­ge Ta­ge auf­ge­bro­chen, be­vor die nächs­te Sta­gna­ti­on folgt. Für In­ves­to­ren, die sich am liebs­ten an den be­kann­ten Fak­ten an­leh­nen wol­len, sind das be­son­ders schwie­ri­ge Be­din­gun­gen. Der Sta­tus quo ist aber stets die Fort­set­zung der Ent­wick­lung von ges­tern.

Syn­gen­ta N

Im Mehr­mo­nats­kon­text be­steht der Sta­tus quo dar­in, dass sich Syn­gen­ta in ei­ner flag­gen­för­mi­gen Auf­wärts­be­we­gung be­fin­den. Die­se Auf­wärts­be­we­gung dürf­te dem­nächst Ge­schich­te sein. Ge­nau­so wie das klei­ne, zwi­schen Mitte Ok­to­ber und Mitte De­zem­ber ent­stan­de­ne Flag hat auch die­ses gros­se Flag Kon­so­li­die­rungs­cha­rak­ter. Vor­aus­sicht­lich wird es den vor 360 Ta­gen auf 320 Fr. be­gon­ne­nen Kurs­rück­rück­gang kon­so­li­die­ren und führt dem­nächst wie­der in die­sen un­ter­bro­che­nen, je­doch nicht ge­stopp­ten Ba­sis­t­rend.

Ei­ne sol­che Ent­wick­lung lässt sich noch nicht fak­tisch be­le­gen. Wer ge­nau hin­sieht, wird aber jetzt schon kei­nen An­reiz mehr fin­den, im Ti­tel en­ga­giert zu blei­ben. Syn­gen­ta lie­fern nur noch ei­ne durch­schnitt­li­che Per­for­mance. Im Mehr­wo­chen­be­reich nimmt das Auf­wärts­mo­men­tum ab, zu­letzt hat sich so­gar ei­ne Di­ver­genz zwi­schen Preis- und Mo­men­tumver­lauf aus­ge­bil­det. Vor­aus­bli­cken­de In­ves­to­ren soll­ten den Ti­tel nicht mehr kau­fen, in stär­ke­re Ta­ge hin­ein gar ver­kau­fen. Wir stu­fen ihn mit «Neu­tral/ver­kau­fen» ein und ge­hen da­von aus, ihn in ei­ni­gen Mo­na­ten wie­der um 250/260 Fr. be­kom­men zu kön­nen.

Ju­li­us Bär Na­men

Auch Ju­li­us Bär Na­men be­fin­den sich, wie üb­ri­gens vie­le an­de­re Ak­ti­en eben­falls, in ei­nem sol­chen Flag. Es drän­gen sich je­doch noch wei­te­re Über­le­gun­gen auf. Vi­el­leicht möch­ten Sie ja ein paar Schwei­zer Bank­ak­ti­en im Port­fo­lio hal­ten. Da­für bie­ten sich UBS und CS Group im Au­gen­blick tat­säch­lich nicht an, wäh­rend Ju­li­us Bär ver­gleichs­wei­se über­durch­schnitt­li­che Pa­ra­me­ter aus­wei­sen. Die­se ha­ben zwar in den ver­gan­ge­nen zwei Wo­chen nach­rich­ten­be­dingt et­was ge­lit­ten. Der Sta­tus quo birgt hier aber Chan­cen, denn auch die­se jüngs­te Ent­wick­lung ist nun be­kannt.

Der Vor­teil von Bank­ak­ti­en mit ei­ner Kon­sti­tu­ti­on wie je­ner von Ju­li­us Bär ist, dass sie sich ge­gen­über ne­ga­ti­ven Nachrichten re­sis­ten­ter zei­gen dürf­ten als je­ne der Mit­be­wer­ber. An In­ves­to­ren, die le­dig­lich Nachrichten ab­han­deln, geht das frei­lich vor­bei. Die Meinung des Au­tors muss nicht mit je­ner der Re­dak­ti­on über­ein­stim­men.

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