Dksh-ak­ti­en sind aus­ser­börs­lich viel zu teu­er

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Der Zürcher- Han­dels- und Ver­triebs­kon­zern DKSH will noch im ers­ten Se­mes­ter im Rah­men ei­nes In­iti­al Pu­b­lic Of­fe­ring an die Bör­se (vgl. Sei­te 9). Das In­ter­es­se am gröss­ten Bör­sen­gang in der Schweiz seit Jah­ren ist gross. Wer nicht auf das IPO an der SIX Swiss Ex­ch­an­ge war­ten und sich schon im Vor­feld po­si­tio­nie­ren will, dem bie­tet sich ei­ne Al­ter­na­ti­ve. Rund 2% der Ak­ti­en wer­den be­reits aus­ser­börs­lich ge­han­delt und sind auch für Pri­vat­an­le­ger zu ha­ben. Der Lö­wen­an­teil des Han­dels­vo­lu­mens wird über die Platt­form der Ber­ner Kan­to­nal­bank ab­ge­wi­ckelt. Auch die Zürcher Pri­vat­bank Li­en­hardt & Part­ner und Cre­dit Suis­se stel­len Prei­se.

Die Ak­ti­en wech­sel­ten am Frei­tag für 86 Fr. den Be­sit­zer. Das Han­dels­vo­lu­men ist für aus­ser­börs­li­che Ver­hält­nis­se enorm hoch. Al­lein am Don­ners­tag wur­den über 10 000 Ti­tel nach­ge­fragt – ein Um­satz von mehr als 800 000 Fr. Ei­ni­ge An­le­ger schei­nen da­von über­zeugt zu sein, dass es DKSH nicht wa­gen wird, den Emis­si­ons­preis für das IPO un­ter dem aus­ser­börs­lich ge­han­del­ten Kurs an­zu­set­zen.

Mit die­ser Über­le­gung sind die An­le­ger auf dem Holz­weg. Ge­mes­sen am Kurs von 86 Fr. sind DKSH mit ei­nem Kurs-ge­win­nVer­hält­nis von 36 be­wer­tet (KGV 2011). Das ist viel zu hoch. Zwar fällt der Ver­gleich mit der Kon­kur­renz schwer. Doch die Ak­ti­en von an­satz­wei­se ver­wand­ten Un­ter­neh­men wie SGS und Küh­ne + Na­gel sind mit ei­nem KGV von rund 20 weit tie­fer be­wer­tet. So gut die Aus­sich­ten von DKSH auch sein mö­gen. In­sti­tu­tio­nel­le In­ves­to­ren, die über Er­folg und Miss­er­folg des Bör­sen­gangs ent­schei­den, wür­den zu ei­nem Emis­si­ons­preis von über 80 Fr. oder gar 90 Fr. kaum in DKSH in­ves­tie­ren.

Rea­lis­ti­scher ist ei­ne Preis­span­ne zwi­schen 50 und 70 Fr. Das ent­spricht nicht nur ei­ner an­ge­mes­se­ne­ren Be­wer­tung, son­dern kommt auch dem Ak­ti­en­kurs vor den ers­ten Ge­rüch­ten über ei­nen Bör­sen­gang nä­her (vgl. FUW Nr. 10 vom 4. Fe­bru­ar). Noch En­de Ja­nu­ar kos­te­ten DKSH 65 Fr. Wer jetzt in die Ti­tel des Di­enst­leis­ters für Marktexpansion in Asi­en in­ves­tiert, der dürf­te spä­tes­tens nach An­kün­di­gung der Preis­span­ne auf der Ver­lie­rer­sei­te ste­hen.

hofft auf Kun­den aus neu­en Märk­ten

Von­to­bel-ceo Ze­no Staub will mit dem Ver­mö­gens­ver­wal­ter nach oben. Der Us-steu­er­streit be­hin­dert ihn nicht. Er wie Chi­na und In­di­en.

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