«Nicht al­le drei Wo­chen neue Fi­nanz­plat­z­ide­en»

Von­to­bel-ceo Ze­no Staub emp­fiehlt der Schweiz, am Kon­zept der Ab­gel­tungs­steu­er fest­zu­hal­ten

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEITE - SEI­TE 5

Die Schweiz denkt laut über ei­ne Weiss­geld­stra­te­gie nach und fürch­tet sich vor dem Steu­er­streit mit den USA. Von­to­bel-chef Ze­no Staub mahnt zur Be­son­nen­heit und warnt vor Schnell­schüs­sen: «Wir dis­ku­tie­ren kom­ple­xe Fra­gen, und des­halb soll­te man nicht al­le drei Wo­chen mit ei­nem neu­en Wun­der­mit­tel kom­men», sagt er «Fi­nanz und Wirt­schaft» zur Idee ei­ner Selbst­de­kla­ra­ti­on der Kun­den. Es müs­se ein Schluss­strich ge­zo­gen wer­den, und da­für eig­ne sich die Ge­samt­kon­zep­ti­on der Ab­gel­tungs­steu­er. «Sie ist nach wie vor sehr sinn­voll, und wir wür­den uns bes­ser dar­auf kon­zen­trie­ren, als mit im­mer neu­en For­men zu ex­pe­ri­men­tie­ren.»

Was den Steu­er­streit mit den Ame­ri­ka­nern be­trifft, so hofft Staub, dass ei­ne ein­ver­nehm­li­che Lö­sung ge­fun­den wird. Von­to­bel ist be­reit, sich fi­nan­zi­ell zu be­tei­li­gen, ob­wohl das In­sti­tut nicht di­rekt be­trof­fen ist: «Wir sind in die­ser Fra­ge völ­lig un­be­las­tet.» Von­to­bel setzt auf das SEC­re­gu­lier­te Ge­schäft und will im Üb­ri­gen auch in neu­en Märk­ten wie Chi­na und In­di­en stark wach­sen – wenn auch aus der Schweiz her­aus. In fünf bis zehn Jah­ren sol­len Kun­den aus die­sen Län­dern zur zah­len­mäs­sig gröss­ten Kun­den­ka­te­go­rie ge­hö­ren. In der Schweiz er­hofft sich Staub für Von­to­bel Vor­tei­le aus der Über­nah­me von No­ten­stein (vor­mals We­ge­lin) durch Raiffeisen, den Ver­triebs­part­ner und zweit­gröss­ten Ak­tio­när von Von­to­bel.

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