Ral­ly der Me­tal­le scheint über­trie­ben

ROH­STOF­FE

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - JE­RE­MY D. BA­KER

Die Ral­ly an den Roh­stoff­märk­ten hat sich im Fe­bru­ar fort­ge­setzt. Für Ver­wir­rung hat die un­er­war­te­te Kor­re­la­ti­on zwi­schen Ri­si­ko­an­la­gen und dem Eu­ro ge­sorgt. Die Wirt­schafts­zah­len aus den USA wirk­ten un­ter­stüt­zend. Die Wirt­schafts­sta­tis­tik aus Chi­na steht zum Teil noch aus. We­gen des ver­zer­ren­den Ein­flus­ses des chi­ne­si­schen Neu­jahrs müs­sen die Zah­len von Ja­nu­ar und Fe­bru­ar zu­sam­men be­trach­tet wer­den. Die be­reits ver­öf­fent­lich­ten Da­ten – et­wa Au­to­ver­käu­fe, Ener­gie­pro­duk­ti­on, Ex­por­te und Im- por­te – sind zum Vor­jahr al­le tie­fer aus­ge­fal­len. Zu­dem spre­chen vor­sich­ti­ge Aus­sa­gen von In­dus­trie­kun­den ge­gen La­gerer­hö­hun­gen in Ba­sis­me­tal­len, be­son­ders an­ge­sichts der ge­gen­wär­ti­gen Prei­se. Die Ral­ly in Kup­fer, Zink und Alu­mi­ni­um scheint des­halb auf sehr kur­ze Frist über­trie­ben.

Die Prei­se von Us-erd­gas sind ein­ge­bro­chen. Die Beur­tei­lung von An­ge­bot und Nach­fra­ge nach Erd­gas ist ein kom­ple­xes Un­ter­fan­gen: Die Nach­fra­ge hängt in Jah­res­zei­ten mit gros­ser Nach­fra­ge stark vom Wet­ter und von sei­nem Ein­fluss auf die La­ger­be­stän­de ab. Das An­ge­bot hin­ge­gen lässt sich ein­fa­cher ein­schät­zen: Selbst mit den ge­gen­wär­tig tie­fen Prei­sen ist die För­de­rung pro­fi­ta­bel. Auf kur­ze Frist sind Pro­duk­ti­ons­kür­zun­gen an­ge­sichts von För­der­kos­ten von un­ter 1 $ pro Mil­li­on Btu (Bri­tish Ther­mal Units) un­wahr­schein­lich. Das tie­fe Preis­ni­veau dürf­te die Kon­zer­ne aber da­von ab­hal­ten, in ab­seh­ba­rer Zeit neue För­der­quel­len zu er­schlies­sen.

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